ARBON: Gravierende Schäden an Stukkaturen

Die Katholische Kirchgemeinde beschliesst die Renovation der Otmarskirche in Roggwil. Zudem genehmigt sie mehr Mittel für die Parterrewohnung im Rothen Haus.

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Das Pfarrhaus gegenüber der Martinskirche.

Das Pfarrhaus gegenüber der Martinskirche.

Die Traktanden hatten Gewicht und zogen sich in die Länge. Kirchenpräsident Dominik Diezi begrüsste erstmals Matthias Rupper, seit April Diakon in Arbon, an einer Kirchgemeindeversammlung. Zur Rechnung 2016 führte Finanzverwalter Sascha Bigger aus, dass das budgetierte Ertragsziel bei den Steuern nicht erreicht worden sei. Stadtrat Patrick Hug hielt dem entgegen, dass für 2017 erfreulichere Ansätze erkennbar seien. Die Versammlung genehmigte den Abschluss 2016 einstimmig.

Kirchenschatz: 130 Objekte konserviert

Bei einem Rückblick auf die Innenrenovation der Martinskirche informierte Architekt Kurt Sonderegger, dass der Kredit von 1,3 Millionen Franken nicht ausgeschöpft wurde; 127 000 Franken wurden nicht beansprucht. In die Renovation wurde der Kirchenschatz einbezogen: 130 Objekte sind konserviert, dokumentiert und sicher verwahrt. Die Installation einer neuen Schliessanlage für sämtliche Liegenschaften der Kirchgemeinde sorgt ebenfalls für mehr Sicherheit. Eine Wärmebildkamera hielt bei der Otmarskirche Roggwil detailliert fest, wo sich Wärme verflüchtigt. Raphael Künzler von BauWerk legte die Ergebnisse vor. Mit einer steuerbaren Heizung sollen Einsparungen von einem Drittel der Energie erzielt werden. Diese Massnahme ist Teil der Kirchenrenovation. Die Kirchbürger genehmigten einstimmig den Baukredit von 424 000 Franken. Neu sind eine Gehörlosenschlaufe und Ablagen für die Gesangsbücher geplant. Eine weitere Bauaufgabe der katholischen Kirchgemeinde betrifft das alte Pfarrhaus, Baujahr 1750. Architektin Marlene Nägeli hat die Planung an die Hand genommen.

Verlängerung der Bausteuer wird geprüft

Die Schäden an den Stukkaturen und an weiteren Stellen wurden mit fachlicher Begleitung überprüft. Sie sind umfangreicher als angenommen. Zur Diskussion gestellt wurde die Möglichkeit, einen direkten internen Zugang zum Keller zu schaffen, der früher einmal bestanden hatte. Ein Kirchbürger beantragte, den Baukredit auf 320000 Franken aufzustocken, um für den Keller eine gute Lösung umzusetzen. Die Behörde wird wegen der neuen Bauaufgaben zu prüfen haben, ob die Bausteuer (drei Prozent) bis Ende 2018 erstreckt werden muss.

Hedy Züger

arbon@thurgauerzeitung.ch

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