Arbon geht in die zweite Runde

Ein Stadtratssitz ist noch frei. Mindestens zwei Personen wollen ihn haben. Konrad Brühwiler (SVP) und Reto Stäheli (CVP) treten zum zweiten Wahlgang an. Offen ist die Kandidatur von Christine Schuhwerk (FDP) und Fabio Telatin (SP).

Michèle Vaterlaus
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ARBON. Patrick Hug (CVP) ist drin. Ebenso Peter Gubser (SP) und Hans Ulrich Züllig (FDP). Der vierte Sitz im Arboner Stadtrat ist noch frei. Und dieser ist umkämpft: Konrad Brühwiler (SVP) und Reto Stäheli (CVP) treten zum zweiten Wahlgang an. Offen ist eine weitere Kandidatur von Christine Schuhwerk (FDP). Ihre Partei konnte bei den Wahlen vom letzten Wochenende die beiden Sitze mit Stadtammann Andreas Balg und Stadtrat Hans Ulrich Züllig halten – auch wenn die Partei Züllig eigentlich aufs Altenteil schieben wollte. Die Parteipräsidentin sowie Schuhwerk wollten gestern nichts zum zweiten Wahlgang sagen. Die Parteibasis müsse an der Versammlung entscheiden. So blieb vorerst alles geheim – auch, ob Schuhwerk überhaupt Interesse an einer Kandidatur hätte. Offener kommunizierte Fabio Telatin (SP). «Tendenziell würde ich gerne für den zweiten Wahlgang antreten.» Die SP werde aber erst nächste Woche entscheiden. «Wir warten ab, was die anderen machen.» Er will eigentlich den Bisherigen den Vortritt lassen.

Die beste Persönlichkeit

Reto Stäheli will mit seiner Kandidatur Kontinuität in den Stadtrat bringen und seine Arbeit fertigmachen. CVP-Präsident Philipp Hofer ist erfreut über dessen Einsatz. «Er ist die beste Persönlichkeit dafür.» Doch beide Bisherigen, also Stäheli wie auch Brühwiler, hätten Erfahrung und logischerweise das Recht anzutreten. Ihm sei bewusst, dass alle grossen Parteien im Stadtrat vertreten sein wollen und sollen. «Im Endeffekt entscheidet das Volk, wen es haben will.» Die SVP hofft deswegen auf die «Solidarität» des Volkes, wie Brühwiler sagt. Für die Arbeit in der Exekutive sei es nämlich wichtig, dass alle Fraktionen vertreten sind. «Es ist nicht gut, wenn eine Partei in Opposition gehen muss, wie dies die SP tun musste, als sie keinen Sitz mehr hatte.» Dasselbe würde der SVP in der kommenden Legislatur bei einer Nichtwahl von Brühwiler blühen. Nur, dass die SP damals drei Sitze im Parlament gewonnen hat. Die SVP hat dieses Jahr zwei Sitze verloren.

SVP ist zuversichtlich

Brühwiler merkt an, dass er in den letzten vier Jahren erlebt habe, wie es sei, einzige kritische Stimme im Stadtrat zu sein. «Ich bin oft überstimmt worden.» Mit Gubser sei nun immerhin eine kritische Stimme vertreten. Brühwiler wäre gerne die zweite. SVP-Präsident Roland Schöni ist es wichtig, dass die Geisteshaltung seiner Partei vertreten ist. Er ist zuversichtlich, dass Brühwiler gewählt wird.