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ARBON: Gebrauchte Möbel gehen nur schleppend weg

Der Flohmarkt der SP-Frauen gehört seit Jahrzehnten zum Stadtbild. Nach wie vor deckt das Engagement eines Dutzends Frauen die Bedürfnisse vieler.
Christof Lampart
Gespräch zwischen Verkäuferinnen und Kundin. (Bild: Christof Lampart)

Gespräch zwischen Verkäuferinnen und Kundin. (Bild: Christof Lampart)

Die Heimat des Altstadt-Flohmarktes im baufälligen alten EW-Gebäude hinter dem Stadthaus ist alles andere als «geschleckt», doch bietet das verwinkelte, zweigeschossige Gebäude nicht nur grosse Räume, sondern auch kleinere Zimmer an. «Wir müssen hier nicht alles auf einem Raum unterbringen, sondern können geschickt unterteilen», erklärt SP-Frau Ruth Weibel, welche an diesem Samstagvormittag soeben die Türe geöffnet hat und auch schon die ersten Besucherinnen und Besucher begrüsst – obwohl der Flohmarkt eigentlich erst in einer Viertelstunde öffnet. Der Andrang ist nicht gross, aber beständig. Wer kommt, verweilt gerne ein wenig und schaut sich um. Was aber nicht heisst, dass er oder sie viel kauft. «Das war vor einigen Jahrzehnten ganz anders. Damals haben Gastarbeiter aus Italien hier ihr Bett für 30 Franken gekauft; manche sogar die ganze Wohnungseinrichtung», erinnert sich Gaby Koch an längst vergangene Zeiten. Heute sind die im Untergeschoss untergebrachten Möbel im Zeitalter von «Ikea» und Konsorten eher Ladenhüter, denn Bestseller. «Kostbarkeiten» also, die höchstens Sammler oder Theatergruppen anlocken, die günstig Altes für ihre neuesten Inszenierungen suchen. Und doch konnte Ruth Weibel, gelernte Verkäuferin, einen Erfolg feiern: «Ich habe die Plastikgartenstühle verkaufen können und auch dieses Service.» Dabei deutet sie auf eine Tischstelle, wo nicht mehr zu sehen ist. Gaby Koch nickt ebenso wissend wie zufrieden: «Schön, dann ist ja einiges gegangen.»

Erwirtschaftete der Flohmarkt der SP-Frauen noch vor einigen Jahrzehnten bis zu 30000 Franken Gewinn jährlich, so sind es heute noch etwas mehr als ein Drittel. Zum einen ist die Konkurrenz zunehmend grösser und somit auch härter geworden. Zum anderen gibt es heute genügend Tauschbörsen im Internet.

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