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ARBON: Für Metropol-Abbruch – aber Projekt «Riva» überdenken

Der Hotelbau wird nicht unter Schutz gestellt. Einen Freipass für HRS bedeutet das aber nicht.
Informationsveranstaltung zur Schutzwürdigkeit des Hotels Metropol. (Bild: Max Eichenberger)

Informationsveranstaltung zur Schutzwürdigkeit des Hotels Metropol. (Bild: Max Eichenberger)

Gestern Abend hat der Arboner Stadtrat im Rahmen einer öffentlichen Informationsveranstaltung den lange erwarteten Entscheid zur Schutzwürdigkeit des Hotels Metropol bekanntgegeben. Er bestätigt den aktuellen Schutzplan, worin der 1964 erstellte Komplex nicht aufgeführt ist. «Das Metropol wird nicht unter Schutz gestellt», sagte Stadtpräsident Andreas Balg.

Zu diesem verbindlichen Fazit sei der Stadtrat «grossmehrheitlich» gekommen. Der Entscheid der «Nichtunterschutzstellung» bedeute indessen «kein Präjudiz für das HRS-Projekt Riva» mit den beiden vierzig Meter hohen Wohntürmen über einem verbindenden Sockelgeschoss, machte Balg gestern Abend aber ebenfalls deutlich.

«Gestaltungsplan Riva muss überprüft werden»

Und Stadtpräsident Balg schob noch einen bemerkenswerten Satz nach, der unter den gegen 300 Besuchern aufhorchen liess: Der aktuelle Gestaltungsplan über das Metropol-Areal nämlich müsse «aufgrund der aktuellen Erkenntnisse überprüft» werden.Diese lieferten die drei Gutachten, welche der Stadtrat zusätzlich in Auftrag gegeben hatte und die nun im Seeparksaal präsentiert worden sind. Zunächst hatte ein Obergutachten die Schutzwürdigkeit grundsätzlich bejaht.

Ein Erhalt des Gebäudes und eine Umnutzung wäre zwar rein theoretisch möglich, aber mit Einschränkungen und derart aufwendig, dass sich dies nicht rechnen liesse, kommen die weiteren hinzugezogenen Experten zum Schluss. Die Kosten wären mindestens so hoch wie für einen Neubau. Schwerer wiegt, dass selbst eine teure Sanierung sowie bautechnische und energetische Nachrüstungen die Anforderungen an eine zeitgemässe Nutzung «in keiner Weise» erfüllen könnten. Errechnet wurde ein Minderwert von 16,1 Millionen Franken gegenüber dem Projekt «Riva».

Dieses wäre gemäss der Beurteilung des Gutachters, der die städteplanerischen Aspekte untersuchte, zwar realisierbar. Er sieht jedoch noch räumliches Optimierungspotenzial. So riet Verfasser Hans-Ulrich Grassmann, «entwicklungsfähige Strukturen anzudenken, die in hundert Jahren noch richtig sind». Sieben mögliche Varianten haben Baumschlager Eberle Architekten, St. Gallen, zu Vergleichszwecken geprüft. Was den Stadtrat nicht unbeeindruckt liess. Das tönt nun doch sehr nach einer zweiten Gestaltungsplan-Runde. (me)

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