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ARBON: Flauer Hamel-Sturm im Zeichen des Gwunders

Eine stattliche Gruppe Senioren ist eben dem Bus entstiegen. Nicht beim neuen Bushof, der als schlanker Betonbau mit Flügeldach zwar schon über der Tiefgarage steht, aber erst im Dezember in Betrieb geht, sondern noch am alten Ort beim Bahnhof.
Max Eichenberger
Kurzgeschlossen: Das Bahnhofareal ist via die Unterführung mit dem Hamel verbunden; hier der Aufgang im Kopfbau. (Bild: Max Eichenberger)

Kurzgeschlossen: Das Bahnhofareal ist via die Unterführung mit dem Hamel verbunden; hier der Aufgang im Kopfbau. (Bild: Max Eichenberger)

ARBON. Ziel der munteren Ausflügler: den Hamel am Eröffnungstag in Augenschein nehmen. Sie benützen, als Pioniere, die neue, in den Kopfbau verlängerte Unterführung, ziehen die Treppe dem Lift vor. Von rechts biegt ein Ehepaar aus der halbgefüllten Tiefgarage ein, das dort sein Auto parkiert hat.

Der Gwunder liest sich in den Gesichtern ab – oben bei der Passerelle, mit grossem Durchgang vom Bushof zum künftigen Hamelplatz eine Publikums-Drehscheibe. Das Alegra-Coiffeur-Team wirbt dort im Durchzug Kundschaft an. Die Avancen greifen beim Arboner Fotografen Herbert Haltmeier ins Leere. Da er ja nur seitlich noch ein paar Haare habe. «Ich müsste Finderlohn zahlen.» Derweil hat der Tübacher Gemeindepräsident Michael Götte schon einen Termin – und muss den Salon erst noch finden. Gelb-orange-rote Ballon-Säulen bilden die Pforte zum neuen Coop. «Rentiert der, in unmittelbarer Nähe zur Novaseta?», fragt sich eine Passantin.

Am meisten Betrieb hat es in der Post mit ihren offenen Schaltern – selber auch ein halber Shop. Den Briefkasten bei der alten Post soll bald verschwinden, dafür hat es mindestens zwei beim Hamel. «Da gibt es aber auch noch einige leere Flächen», stellt ein Postkunde erstaunt fest. Zwischen zwei Säulen ist ein textiles Banner gespannt: «Auskunft und Vermietung», darunter steht die Telefonnummer. Gaumenfreuden werden noch nicht befriedigt. «Machen die den gleichen Fehler wie im Rosengarten?», wundert sich eine Frau. Wie man aber hört, wird am 1. November Chocolatier Kölbener eine Filiale im Hamel eröffnen. Die Einrichter sind noch am Werk. Ein Ladenmodul, angeboten von der Eigentümerin, belegt befristet der Oldtimerclub Saurer, der Werbung für das Museum und das künftige Schaulager im Presswerk macht. Mittendrin ein purpurroter Oldtimer, daneben Fragmente eines hellblauen Züri-Busses, Jahrgang 1957. «Der ganze hat natürlich nicht Platz; der ist 18 Meter lang», sagt OCS-Projektleiter Armin Kneubühler.

Die Suche nach einem WC wird von Erfolg gekrönt, wenn man nach dem richtigen, eher ungewohnten Symbol Ausschau hält. Dass die Türen nach aussen öffnen, mag manch einer als Schönheitsfehler empfinden.

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