Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

ARBON: Fast wie bei Christie’s

Eine Bilder-Auktion in der Alterssiedlung erbringt 7500 Franken für die Projekte der Genossenschaft. Den Auftakt zur Spendenaktion macht Jürg Niggli zum vergnüglichen Ereignis.
Max Eichenberger
Verwaltungsrat Jürg Niggli stellt mit Witz und lockerer Zunge sein Talent zum Auktionator unter Beweis. (Bild: Max Eichenberger)

Verwaltungsrat Jürg Niggli stellt mit Witz und lockerer Zunge sein Talent zum Auktionator unter Beweis. (Bild: Max Eichenberger)

Max Eichenberger

max.eichenberger@thurgauerzeitung.ch

Geübt hat er nicht nach eigenem Bekunden. Und auch auf Youtube musste sich Jürg Niggli nicht kundig machen. Der Mann hat es einfach im Blut. Im beschaulichen Sääli in der Alterssiedlung, das bald ausgedient haben wird, wähnt man sich fast an einer Auktion von Christie’s in London oder Genf. Der Verwaltungsrat der Genossenschaft, der humorvoll wie charmant jeweils im Kulturcinema Arbon bekannte und weniger bekanntere Gäste interviewt und sie menschlich dem Publikum näher bringt, hat als ebenso versierter wie witziger Aktionator ein ureigenes Interesse: nicht ein persönliches, vielmehr in seiner Funktion als Verwaltungsrat der Genossenschaft.

Auftakt zur Spendensammlung

An diesem Tag soll nämlich ein möglichst stattlicher Erlös erzielt werden aus der Versteigerung von einigen Dutzend Bildern, Aquarellen und Lithografien teils bekannter regionaler Künstler. Gestiftet worden sind die Werke unter anderem von Sammlern – oder sie sind aus Privatbesitz zur Verfügung gestellt worden. Mit dem Auktionserlös sollen nämlich die Bauprojekte der Genossenschaft (neuer Annexbau mit Mehrzwecksaal, parkähnliche Arealgestaltung an der Rebenstrasse unterstützt werden, die mit dem Spatenstich letzte Woche sich jetzt in der Realisierungsphase befinden.

Versteigerung mit Kabarett-Einschlag

Zwar steht die Bankfinanzierung, doch mit jedem Franken, der über Spenden oder Aktionen zusätzlich zu den Eigenmitteln noch hereinkommt, wird die Darlehensschuld gemindert. Die samstägliche Auktion setzt den Auftakt zur Spendensammlung – und wird zur Kabarett-Nummer von Jürg Niggli, der es darauf gar nicht angelegt hat. Die Stiftung Trudi Wiget hat dafür einige Bilder zur Verfügung gestellt, wovon eine Ölkreidezeichnung mit 600 Franken den Höchstzuschlag überhaupt erhalten wird. Theo Glinz ist vertreten, einige Willy Biefer, ein Albert Graf. Unter den Hammer kommt auch ein «Dorazzio», offenbar ein einstiger Wiget-Nachbar. «Denn kannst du mit einem Nagel an die Wand hängen – und es passt.»

Einen Henri Matisse zum Schnäppchenpreis

Einen unbekannter Künstler mit den Initialen H.M. macht Jürg Niggli spontan zu einem Henri Matisse (Aquarell mit Seestimmung) und provoziert damit erst die Lacher, dann prompt die Kauflust. Sei’s drum. «Wenn es der Frau nicht mehr gefällt, kann man das Bild ja auch wieder ab- und ein anderes aufhängen.» Auch die «Dotterbume mit Vase» von Emil Steiger erfreut ein Gemüt.

Zusammengekommen sind nach einem höchst vergnüglichen Auktionstag 7500 Franken. «Das kann sich sehen lassen», freut ich Jürg Niggli. Möglichkeiten gibt es weitere, um mit beizutragen, den Bewohnern der Alterssiedlung ein noch schöneres Ambiente zu bieten. Neben der Zeichnung von Genossenschaftskapital und Barspenden kann man etwa Pate eines Strauches werden oder, für finanzkräftigere Wohltäter, Namensgeber des Saals.

Kontakt: Telefon 071 447 26 26; info@alterssiedlung-arbon.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.