ARBON: Entdecken, testen, kaufen

Das erste Heizwerk-Festival ging am Sonntag mit dem Designermarkt zu Ende. Die Organisatoren sind sehr zufrieden.

Christof Lampart
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Kecke Designs und andere Angebote zogen das Publikum zum Heizwerk. (Bild: Christof Lampart)

Kecke Designs und andere Angebote zogen das Publikum zum Heizwerk. (Bild: Christof Lampart)

Christof Lampart

arbon@thurgauerzeitung.ch

Das Wetter ist bedeutend kühler als in den letzten Tagen, der Himmel bewölkt, und manch unsicherer Blick streift wiederholt die doch ziemlich grauen Wolken. «Wir sind gekommen, weil es uns wundergenommen hat, was geboten wird. Da machen ein paar Tropfen nichts aus. Und wenn es wirklich mal kurz schütten sollte, kann man sich ja in die Heizwerk-Zylinder verziehen und abwarten», sagt eine junge Mutter, derweil ihr Sohn mit dem Minivelo ein wenig wackelig Kreise zieht.

Das ungezwungene Festival-Feeling, dass sich in den vergangenen fünf Tagen auf der Industriebrache entfaltete, konnte sich zweifelsohne auch in den letzten Tag retten. Dass die Veranstalter mittlerweile «ziemlich ausgepumpt» sind, wie die «Designmarkt»-Verantwortliche im OK, Deborah Weber, freimütig einräumte, bekommt hier niemand wirklich mit.

Im Gewirr zwischen 23 Ständen, bei denen die Kunden nicht nur zwischen Batikhemden, bunten Brillen und Blumengestecken, sondern auch zwischen BBQ-Ketchup aus der Region, Eis auf Gin-Basis und Tabak aus der Heimat tummeln, gibt es viel zu entdecken, zu testen, zu kaufen. Nicht alles war kerngesund, vieles jedoch «höchstinteressant», wie auch Arbons Vizestadtpräsident Patrick Hug bemerkte. Bis anhin sei aus Sicht der Stadt alles «reibungslos» verlaufen, das Heizwerk-Festival ein «kultureller Gewinn», sagt Hug.

Vielleicht vier statt fünf Tage

Ob die Ausstellenden einen grossen Gewinn gemacht haben – wer weiss? Es war jedoch unschwer festzustellen, dass viele Besucher gutgelaunt umherschlenderten und sich für den Designermarkt und das gesellige Treiben richtig Zeit nahmen. Wirkliche Kritikpunkte würden ihm auch am fünften Tag der Veranstaltung «nicht einfallen»; Kleinigkeiten, die man besser machen könne, gäbe es immer, betont OK-Mitglied Michael Gubser. Nach kurzem Überlegen sagt er: «Die fünf Tage waren etwas lange. Samstagnacht haben wir dann gespürt, dass das Ganze an unseren Kräften gezehrt hat. Aber zugleich haben all die Rückmeldungen uns gezeigt, dass wir eine Bereicherung für Arbon organisiert haben.