Arbon Energie AG reicht Strafanzeige ein

ARBON. Die Geschäfte der Arbon Energie AG sind in den letzten Wochen von einer spezialisierten Firma wegen des Verdachts auf Unregelmässigkeiten untersucht worden. Die ersten Folgen: Eine Strafanzeige wird eingereicht und der Verwaltungsratspräsident ist zurückgetreten.

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Alfred Näf, der als Verwaltungsratspräsident der Arbon Energie AG zurückgetreten ist. (Bild: Markus Schoch)

Alfred Näf, der als Verwaltungsratspräsident der Arbon Energie AG zurückgetreten ist. (Bild: Markus Schoch)

In einem am Dienstag versandten Communiqué teilte die Arbon Energie AG mit, die Vermutung habe sich verstärkt, dass Unregelmässigkeiten vorliegen könnten. Es werde der Auftrag zur Prüfung einer Strafanzeige erteilt. «Konkret könnte ein finanzielle Schaden entstanden sein», heisst es.

Etwas konkreter wird Andreas Balg, Stadtpräsident von Arbon und interimistischer Präsident des Verwaltungsrats der Arbon Energie AG. Die Strafanzeige werde eingereicht und sie richte sie gegen bestimmte Personen und nicht gegen Unbekannt, erklärte er der Nachrichtenagentur sda. Gegen wen, wollte er nicht sagen. Die interne Untersuchung sei nun abgeschlossen, der Abschlussbericht werde der Staatsanwaltschaft übergeben.

Bedeutender finanzieller Schaden
Wie hoch ist der finanzieller Schaden? Eine konkrete Zahl nannte Balg nicht. Bisher sei nur ein begrenzter Zeitraum untersucht worden. Es handle sich «um einen bedeutenden Betrag». Die Grössenordnung wollte er nicht bekanntgeben. Es gehe darum, dass «Beträge und Dienstleistungen» unrechtmässig bezogen worden sein könnten, fasst er zusammen.

Alfred Näf, der als Verwaltungsratspräsident der Arbon Energie AG zurückgetreten ist. (Bild: Markus Schoch)

Alfred Näf, der als Verwaltungsratspräsident der Arbon Energie AG zurückgetreten ist. (Bild: Markus Schoch)

Keine Auskünfte gibt es auch zu den Gründen des in der Mitteilung der Arbon Energie AG kommunizierten Rücktritts des bisherigen Verwaltungsratspräsidenten Alfred Näf. Dazu heisst es lediglich, damit sei der Weg frei, für eine gründliche Aufklärung und Bereinigung der Situation.

Ob sich die Strafanzeige auch gegen Näf richtet oder ob es beim Rücktritt um die Übernahme von Führungsverantwortung geht oder ob es dafür andere Gründe gibt, wollte Andreas Balg nicht kommentieren. Alfred Näf war vorerst nicht zu erreichen. (sda)