ARBON: Ein ziemlich uneinheitliches Bild

Die alten Buswartehäuschen sollen zwar sukzessive ersetzt werden. Doch es ist erst ein Anfang gemacht. An einigen Haltestellen steht man im Regen. Oder es fehlen Sitzbänke. Ein Vorstoss fordert nun Nachbesserung.

Max Eichenberger
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Neues Buswartehäuschen beim Stahelplatz; Vorgängertyp (Wildpark-Süd), ungedeckte Haltestelle beim «Bündnerhof». (Bilder: Max Eichenberger)

Neues Buswartehäuschen beim Stahelplatz; Vorgängertyp (Wildpark-Süd), ungedeckte Haltestelle beim «Bündnerhof». (Bilder: Max Eichenberger)

Max Eichenberger

max.eichenberger

@thurgauerzeitung.ch

Vandalen hatten vor vier Jahren beim Wartehäuschen der Bushaltestelle Wildpark gewütet. Auch beim «Alpenblick» zertrümmerten Unbekannte im selben Zeitraum mutwillig den Windschutz. Die Stadt ersetzte im Herbst 2014 die Haltestelle zwischen Aach und früherem Restaurant Wildpark. Erstellt hat man dort einen neuen Typ Wartehäuschen («Umbrella»), der auf Arboner Gemeindegebiet erstmals bei der Haltestelle Stahel, beim «Breitehof, installiert» worden war. Dies in Kombination mit einem gedeckten Velounterstand in gleicher Ausführung.

Es gibt einige Haltestellen, wo man im Regen steht

Das modulare System ermögliche, je nach Zusteigefrequenzen, Bedürfnissen oder räumlichen Gegebenheiten das Wartehäuschen unterschiedlich gross zu konzipieren, sagt Remo Tambini, Leiter der Abteilung Bau. Die Konstruktion in Graphitgrau wirke optisch leicht und elegant. «Zudem stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis.» Sie biete auch einen wirkungsvollen Witterungsschutz. Sukzessive soll dieses Modell die klobigeren grünen Buswartehäuschen der alten Generation ersetzen. Dies hatte der Stadtrat zumindest zum Ziel erklärt – und verwies auf die «einheitliche Gestaltung des öffentlichen Raums». Nicht zuletzt aus finanziellen Gründen streckt sich der Erneuerungszeitraum. Darum ist das Bild entlang der Busrouten heute ziemlich uneinheitlich. Es gibt einige Haltestellen ohne Witterungsschutz, wo die Busbenutzer im Regen stehen oder Bänke fehlen, ebenso gedeckte Fahrradständer. Auf diesen Makel hat Ruth Erat von der SP-Fraktion in einer Motion hingewiesen. Sie erkennt Nachbesserungsbedarf. Wann immer möglich, seien Unterstände zu errichten, und an stark frequentierten Halterstellen auch gedeckte Veloständer. Einen Rahmenkredit erwarte sie auf das Budget 2018.