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ARBON: Ein Stück Geschichte wird aufgefrischt

Mit der Erneuerung der früheren Arbeitersiedlung Heinehof dürfte es bald einmal losgehen. Im Oktober hat der Stadtrat den Gestaltungsplan bereits verabschiedet. Er liegt derzeit beim Kanton in der Vorprüfung. Der Charakter des Quartiers bleibt erhalten.
Max Eichenberger
Ein Dutzend Wohnhäuser begrenzen einen dreieckigen Innenhof. Die Wohnungen der Heinehof-Siedlung werden vergrössert. (Bild: Max Eichenberger)

Ein Dutzend Wohnhäuser begrenzen einen dreieckigen Innenhof. Die Wohnungen der Heinehof-Siedlung werden vergrössert. (Bild: Max Eichenberger)

Max Eichenberger

max.eichenberger@thurgauerzeitung.ch

In den Wohnungen haben vor gut hundert Jahren Arbeiter des Stickereibarons Arnold Baruch Heineim Dreitschichtbetrieb geschlafen. Die AG für städtisches Wohnen, St. Gallen, plant die zwölf Häuser, die sich in einem grossen Dreieck um einen grosszügigen Innenhof gruppieren, zu sanieren und aufzufrischen. Gemäss Fredi Bürke, Leiter Immobilien der Eigentümerin, welche die frühere Arbeitersiedlung des Textilindustriellen Arnold Baruch Heine 2013 von einem Anlagefonds der Credit Suisse übernommen hatte, sollen neue Zwischenbauten die Wohnungs- flächen vergrössern.

Zwischenbauten vergrössern die Wohnungsflächen

Damit werden zeitgemässe Standards erreicht in einem vergleichsweise weiterhin günstigen Segment. Die Häuser, die ein Ensemble bilden und als solches geschützt sind, bleiben in ihrer jetzigen Urform ansonsten bestehen. Waschhaus und Garagen auf dem Innenplatz bleiben ebenfalls erhalten. Der Kopfbau (Awit) befindet sich im Eigentum der Moringa oleifera AG. Stadtrat Peter Gubser zufolge sind bei den Verbindungsbauten Balkone vorgesehen, die zum Innenhof ausgerichtet sind. Dieser wird aufgewertet und als Freiraum eine neue Aufenthaltsqualität erlangen. Der Stadtrat hat den Gestaltungsplan, den die Eigentümergesellschaft vor einem Jahr bereits eingereicht hatte, positiv gewürdigt. Bürke hofft, das Projekt auf dieser Basis erarbeiten und einreichen zu können – ohne weitere Zeitverzögerung und mögliche Einsprachen. Die Absichten und Pläne der Besitzerin, eine klassische Arbeitersiedlung aufzufrischen und zu modernisieren, findet Stadtrat Gubser gut. «Die Siedlung birgt ganz andere Qualitäten als ein Neubau: durch die Anordnung der Häuser und durch die gegebene Struktur.» Er sei auch «überzeugt, dass sie eine sehr gute Ergänzung ist zu den Wohnungen, die im Saurer Werk Zwei entstehen oder dort schon bezogen worden sind». Gubser bewohnt selber ein Haus, das aus derselben Zeit stammt, und weiss: «Solche Wohnungen haben ein Caché und ihren Reiz.» Der Stadtrat habe «ein grosses Interesse, dass der Gespaltungsplan auf die Beine kommt». Er sei auch persönlich «überzeugt, dass der Heinehof eine Vorzeigesiedlung werden kann».

Ein neuer Weg ins Saurer Werk Zwei und an den See

Die AG für städtisches Wohnen hat der Stadt Arbon Hand geboten, dass sie am südlichen Rande des 4200 Quadratmeter grossen Grundstücks eine Langsamverkehrs- und Fusswegverbindung erstellen kann. Sie geht in die Hamelstrasse über; so entsteht eine direkte Verbindungsachse zum Hamel und via Unterführung zum See. Die Bauarbeiten haben begonnen. Auf der Nordseite gibt es Parkplätze für die Heinehof-Bewohner.

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