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ARBON: Ein nicht ganz billiges Geschenk

Gratis hat der Roggwiler Unternehmer Karl Müller der Stadt einen Kunstrasenfussballplatz überlassen. Jetzt erweist sich das Kybun-Pärkli doch als kostspieliger. Der Stadtrat muss einen Nachtragskredit sprechen.
Max Eichenberger
Das Kybun-Pärkli ist der beliebteste Fussball- und Spielplatz in der Stadt. Bewohner des Durchgangsheims jagen den Ball. (Bild: Max Eichenberger)

Das Kybun-Pärkli ist der beliebteste Fussball- und Spielplatz in der Stadt. Bewohner des Durchgangsheims jagen den Ball. (Bild: Max Eichenberger)

Max Eichenberger

max.eichenberger@thurgauerzeitung.ch

Seit Auffahrt haben die Arboner das Geschenk: Den Kick-off beim neuen Kunstrasen-Fussballplatz bei der Sporthalle vollzogen die ehemaligen Espen-Stürmer Pascal Thüler und Alex Tachie-Mensah. Der Ghanaer war Stütze des Kybun-Teams, das von einer verstärkten Auswahl der Stadt Arbon herausgefordert worden war. Das Tor hütete Kybun-Gründer Karl Müller.

Der Roggwiler Unternehmer hat das Kunstrasenfeld grosszügigerweise der Stadt Arbon geschenkt. Wert des Kybun-Pärklis: 200'000 Franken. Zudem berappte Karl Müller die Kosten von 34'000 Franken für Verlegung des Platzes von Roggwil nach Arbon. Zuvor stand das Mini-Stadion in den Obstgärten hinter seinem Wohnhaus in der Nachbargemeinde. Es war dort nicht zonenkonform errichtet worden.

Statt 85'000 jetzt über 110'000 Franken

Darum musste Müller den ganzen Mini-Fussballplatz von der Wiese abzügeln. Und machte aus seinem Fauxpas eine publicityträchtige Geschenkaktion. Roggwil meldete keinen Bedarf an. Da schlug Arbon vor fast genau ei­nem Jahr zu. Im Januar wurde der Vertrag unterzeichnet. Zuvor hatte das Parlament die beantragten 85'000 Franken für die Fundation mit Entwässerung gesprochen und in die Investitionsrechnung aufgenommen. Ganz hat dieser Kredit nicht ausgereicht. Was gemunkelt wurde, bestätigt sich: Die Vorbereitungsarbeiten waren kostspieliger, die Fundation wurde aufwendig ausgeführt. Dies vor allem auch deswegen, sagt Stadtrat Peter Gubser, weil stärkere Stützen für das Ballfangnetz erstellt und verankert werden mussten. Der Stadtrat begründet die Mehrkosten mit «Planungsänderungen». Abermals zeigte sich Müller mit 2500 Franken erkenntlich.

Die inzwischen vorliegende Bauabrechnung weist Mehrkosten von 27'723 Franken aus. Das entspricht einer Kreditüberschreitung von 32,6 Prozent. Nicht wenig. Einen Nachtragskredit in dieser Höhe hat der Stadtrat nun genehmigt.

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