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ARBON: Drei Studien zum «Metropol»

Der Stadtrat will weitere Entscheidungsgrundlagen zur Beurteilung der Erhaltenswürdigkeit des Hotels. Er vergibt deshalb für über 100'000 Franken Aufträge an spezialisierte Firmen.
Markus Schoch
Das Hotel ist im Erdgeschoss mit Brettern zugenagelt. (Bild: Max Eichenberger)

Das Hotel ist im Erdgeschoss mit Brettern zugenagelt. (Bild: Max Eichenberger)

Es wird immer komplizierter. Klar ist nur: Das «Metropol» ist seit letztem November geschlossen. Und die HRS als Eigentümerin würde das Hotel gerne abreissen und stattdessen zwei 40 Meter hohe Wohntürme bauen. Doch so leicht ist das nicht. Es stellen sich diverse Fragen. Umstritten ist aktuell die Schutzwürdigkeit des Gebäudes. Ein Obergutachten war Ende des vergangenen Jahres zum Schluss gekommen, es sei in seinen ursprünglichen Teilen erhaltenswert, nicht jedoch die nachträglich erstellten Anbauten. Zudem sind nach Angaben der Stadt die gesetzlichen Vorgaben hinsichtlich Brandschutz, Verkehrssicherheit und Barrierefreiheit für den Betrieb als Hotel klar nicht erfüllt. Doch selbst wenn die Schutzwürdigkeit bestätigt werden sollte, wogegen sich die HRS wenn nötig bis vor Bundesgericht wehren will, hat der Generalunternehmer noch nicht alles verloren. Kann er beziehungsweise die Stadt übergeordnete öffentliche Interessen am Neubauprojekt geltend machen, erhält die Firma unter Umständen trotz allem eine Abbruchbewilligung für das Hotel. In den letzten zehn Jahren seien im Thurgau rund 200 Objekte dem Erdboden gleichgemacht worden, obwohl sie im Schutzplan der jeweiligen Gemeinde beziehungsweise Stadt aufgeführt gewesen seien, ruft Stadtpräsident Andreas Balg in Erinnerung.

Eine breite und fundierte Basis

Vor diesem Hintergrund will der Stadtrat seine Haltung zu den Plänen der HRS auf eine «breite und fundierte Basis stellen», schreibt die Stadt in einer Mitteilung. Um weitere Entscheidungsgrundlagen in der Hand zu haben, hat die Behörde drei Aufträge vergeben: Baumschlager Eberle Architekten aus St. Gallen sollen ihr eine städtebauliche Studie zur Nutzung und Gestaltung der fraglichen Parzelle liefern, Wüest Partner in Zürich eine Wirtschaftlichkeitsbeurteilung in Bezug auf das heutige Hotel, ein neues Hotel und das HRS-Projekt abgeben und die Arboner Wälli AG Ingenieure eine Auslegeordnung mit Umnutzungsmöglichkeiten der heutigen Liegenschaft machen. Die Kosten für alles belaufen sich inklusive den Abklärungen zur Schutzwürdigkeit und dem Schadensgutachten auf 115000 Franken und werden gemäss Balg vorerst von der Stadt übernommen.

Der Stadtrat rechnet damit, dass die Resultate im Spätsommer vorliegen und die Situation dann beurteilt werden kann. Im Herbst will er dann die Bevölkerung über die Ergebnisse und das weitere Vorgehen orientieren.

FDP will Abstimmung

Soll das «Metropol» abgebrochen werden? Und soll die HRS an ­gleicher Stelle 40 Meter hoch bauen können? Die FDP verlangt zu diesen Fragen eine Konsultativabstimmung, die dem Stadtrat ein Stimmungsbild in der Be­völkerung vermitteln soll. Den entsprechenden Vorstoss hat die Fraktion im Frühling eingereicht. Über den Vorschlag be­rät das Parlament nach den Sommerferien. Der Stadtrat hat seine Haltung noch nicht kommuniziert.

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