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ARBON: Der Saft fliesst in Strömen

In der Mosterei Möhl in Stachen herrscht derzeit Hochsaison. Rund 30 000 Tonnen Mostobst werden voraussichtlich diesen Herbst gepresst. Alle Hände voll zu tun hat auch Lehrling Mathias Zogg.
Yvonne Aldrovandi
Mathias Zogg füllt naturtrüben Saft vom Fass in ein Glas zur Degustation. (Bild: Yvonne Aldrovandi)

Mathias Zogg füllt naturtrüben Saft vom Fass in ein Glas zur Degustation. (Bild: Yvonne Aldrovandi)

ARBON. «Besonders beliebt sind Shorley und Saft vom Fass, naturtrüb – alkoholfrei», erzählt Mathias Zogg. Gelagert wird der naturtrübe Apfelwein in Eichenfässern, zwischen zwei und drei Monaten. 26 Fässer stehen im Keller – ein Fass enthält bis zu 20 000 Liter vergorenen Saft. Der gelernte Polymechaniker macht eine Zweitausbildung zum Lebensmitteltechnologen, Fachrichtung Getränke. Er ist im zweiten Ausbildungsjahr bei der Mosterei Möhl AG in Arbon.

«Lebensmitteltechnologe ist mein Traumberuf», bekennt der 22-Jährige mit leuchtenden Augen. Seine Eltern betreiben eine Mosterei und Brennerei im Grabserberg. «Gerne möchte ich später in ihrem Betrieb einsteigen.»

Gemischt wird nach Rezept und von Hand

Der angehende Lebensmitteltechnologe ist meistens im Keller beschäftigt, in der Produkte-Herstellung. Zu seinen Haupttätigkeiten gehören das Mischen von Produkten gemäss Rezept sowie das Filtrieren. «Gemischt wird von Hand», bemerkt er.

Jetzt, während der Hochsaison, ist Zogg auch in der Warenannahme tätig. Dort hilft er beim Abladen der Äpfel, kontrolliert und wiegt diese. Pro Jahr werden bei der Mosterei Möhl zwischen 25 000 und 35 000 Tonnen Mostobst gepresst. Weniger ertragreiche Jahre werden mit Erntereserven ausgeglichen. In diesem Herbst sei mit rund 30 000 Tonnen Mostäpfeln und Mostbirnen zu rechnen. Die Saison habe Mitte August begonnen und ende etwa Mitte November.

Zurzeit wird bei der Mosterei Möhl rund um die Uhr gearbeitet. Lernende arbeiten aber nicht im Schichtbetrieb. «Ich arbeite von sieben Uhr morgens bis fünf Uhr abends», sagt Mathias Zogg.

Betriebsleiter Georges Möhl, der seit fünf Jahren im elterlichen Unternehmen in Stachen tätig ist, ist mit der diesjährigen Ernte zufrieden. Die Qualität der Mostäpfel sei gut. Das Verhältnis Zucker und Säure müsse ausgewogen sein. «Mostobst enthält mehr Säure als Tafelobst», sagt Möhl. Die Apfelernte setzte dieses Jahr rund eine Woche später ein als üblich.

650 Bauern liefern das Obst direkt an

Die Hälfte der Äpfel komme direkt von den etwa 650 Landwirten aus der Umgebung, die andere von Verladestellen. «Gravensteiner, Bohnäpfel, Rewena und Boskoop sind einige Apfelsorten, die sich besonderes zum Mosten eignen», sagt Georges Möhl. Über 20 Millionen Liter Apfel-Getränke werden jährlich produziert. An einem Spitzentag im Sommer werden etwa 120 000 Liter Säfte abgefüllt. Neustes Möhl-Produkt ist der Bio Schorle naturtrüb.

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