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ARBON: Der Hafenmeister stemmt’s

Sparbeschluss des Parlaments: Die Bundesfeier drohte dieses Jahr auszufallen. Jetzt nimmt sich ein Privater der Sache an.
Tanja von Arx

Tanja von Arx

tanja.vonarx@thurgauerzeitung.ch

Das Bangen hat ein Ende. Nachdem das Parlament aus Spargründen den Posten für öffentliche Anlässe im Budget gestrichen hatte, gingen die Arboner davon aus, dass die Bundesfeier dieses Jahr ins Wasser fällt. Besonders bitter, da es sich im Falle der Nationalfeierlichkeiten um einen Betrag von lediglich 6000 bis 8000 Franken handelte. Doch wie jetzt bekannt wird, will Hafenmeister Hans Schuhwerk den Anlass stemmen.

«Das kann doch einfach nicht sein»

«Es kann doch nicht sein, dass Arbon als grösste Stadt im Oberthurgau die 1.-August-Feier versäumt», sagt Schuhwerk. Schon hier aufgewachsen, fühle er sich dem Städtli am See verbunden, und das Ganze sei für ihn eine Herzensangelegenheit. Der Verein Arbon Tourismus, der in den letzten Jahren für das Fest verantwortlich zeichnete, fragte ihn für die Organisation an. Nachdem der Stadtrat vor kurzem ausserdem eine Defizitgarantie von 5000 Franken gesprochen hatte, war die Sache für ihn klar. Erfahrung habe er schon, da er am Seenachtfest ein Zelt unterhalte. «Ich habe das noch nie gemacht. Aber die Festwirtschaft ist für mich kein Neuland.»

Die Feier werde am 1. August im Jakob-Züllig-Park stattfinden, sagt Schuhwerk. «Wir stuhlen in der Nähe des Pavillons, wo die Bäume bei Hitze Schatten spenden.» Der Hafenmeister und seine Crew erhalten bezüglich der Infrastruktur Unterstützung vom Werkhof. Die Veranstalter können 80 Festbänke für ungefähr 800 Leute ausleihen. Ganz in der Nähe werde es des Weiteren einen Abbrennplatz geben, wo die Besucher Feuerwerk zünden könnten, sagt Schuhwerk.

Feuerwerk gibt es dieses Jahr nicht

Ab 14 Uhr sind die Anwohner zur Festwirtschaft eingeladen. Auf der Speisekarte stehen Fischknusperli, Pommes Frites, Bratwurst und Cervelat. Zu trinken gibt es laut Schuhwerk das Übliche von Wasser bis hin zu Bier. Um 16 Uhr spielt Musik, unter anderem tritt ein Elvis-Presley-Imitator auf, und die Stadtmusik spielt unter der Leitung von Thomas Gmünder. Um 19 Uhr hält der Graubündner Nationalrat Martin Candinas (CVP) schliesslich eine Festrede. Was es allerdings nicht geben wird, ist ein Feuerwerk. Schuhwerk sagt, dass dazu so kurzfristig die Zeit nicht reiche. Wäre er früher dran, hätte er auch weitere Attraktionen eingebunden wie Alphörner.

Trotz des verhältnismässig grossen Aufwands und des breiten Rahmens der Veranstaltung werde kein Gewinn rausspringen, sagt Schuhwerk. «Es fallen Personalkosten an, Aufwendungen für die Lieferanten und bei Regen Geld für ein Zelt.» Ausserdem würden die Helfer im Stundenlohn bezahlt.

Kaspar Hug, der Präsident von Arbon Tourismus, sagt: «Es gehört sich so, dass man eine Bundesfeier hat.» Schliesslich sei es der Geburtstag des Landes. Er habe deshalb lange gesucht. Es freue ihn, dass Hans Schuhwerk in die Bresche gesprungen sei und nun etwas stehe, das Hand und Fuss habe.

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