Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

ARBON: Der Altstadt droht die Zeitfalle

Die geplante Begegnungszone und andere Massnahmen zur Belebung des historischen Zentrums sind noch längst nicht beschlossene Sache. Die Investition von 2,7 Millionen Franken ist umstritten.
Markus Schoch
Künftig sollen Autos in der Altstadt keine Vorfahrt mehr haben. (Bild: Max Eichenberger)

Künftig sollen Autos in der Altstadt keine Vorfahrt mehr haben. (Bild: Max Eichenberger)

Markus Schoch

markus.schoch@thurgauerzeitung.ch

Es geht wie so oft auch ums Geld, und das, obwohl der Stadtrat die Kosten nochmals um 470000 Franken gesenkt hat gegenüber der im letzten Oktober vorgestellten Variante. Die Mitglieder der vorberatenden Kommission des Parlaments finden das Projekt zwar unisono atttraktiv und gut geplant. Doch drei von sieben sind der Meinung, die Investition in die Aufwertung der Altstadt komme zum falschen Zeitpunkt. «Dies einerseits wegen der prekären Finanzlage der Stadt, aber auch, weil die Entwicklung beim Breitehof (ehemaliges Betriebsareal der Firma Forster) und beim Römerhof-Parkplatz noch nicht weit genug fortgeschritten ist», heisst es im Kommissionsbericht. Zudem zweifeln sie daran, dass die vorgesehenen Massnahmen tatsächlich neues Leben in die Altstadt bringen und das «Lädelisterben» bremsen.

Die Befürworter des Kredites sind nur dank eines Stichentscheides von Präsident Lukas Graf (SP) in der Mehrheit. Sie wollen im Unterschied zu den Gegnern nicht noch länger warten. Es sei höchste Zeit, in der Altstadt vorwärts zu machen, nachdem sie vor bald fünf Jahren durch die NLK (Neue Linieführung Kantonsstrasse) vom Verkehr entlastet worden sei. Auch aus finanziellen Überlegungen sei jetzt der richtige Moment, weil derzeit billig Kredite von den Banken erhältlich seien und es später ohne Gelder aus dem Topf des Agglomerationsprogramms (rund 2 Millionen Franken) wesentlich teurer werde. Wie gross der Zeitdruck ist, lässt sich allerdings nicht sagen. Der Bund macht dazu gegenüber der Stadt gemäss Kommissionsbericht keine verbindlichen Aussagen.

Nur das Verkehrsregime zu ändern (Einbahn im Uhrzeigersinn) und auf die Begegnungszone mit Tempo 20 zu verzichten, ist nach Meinung der Stadt keine gute Lösung. Zum einen ist der Beitrag aus dem Agglomerationsprogramm an die Aufwertung und Umgestaltung der Altstadt geknüpft. Zum anderen würden die Nettokosten dafür lediglich 450'000 Franken betragen. Die restlichen Ausgaben in der Höhe von rund 2,2 Millionen Franken würden auch bei einem reinen Strassensanierungsprojekt anfallen, das in etwa fünf Jahren in die Hand genommen werden müsste, wenn man jetzt nichts macht, heisst es im Kommissionsbericht.

Sowohl die Haupt- als auch die Promenadenstrasse sollen von Fassade zu Fassade ohne Niveauunterschiede gestaltet werden: Trottoirs und Fahrbahnen befinden sich auf gleicher Ebene, höhenversetzte Randsteine als Abgrenzungen verschwinden. Die Hauptstrasse zwischen Obertor und Marktplatz wird in eine Begegnungszone mit Tempo 20 umgewandelt. Gleiches gilt für die Gassen im Kern der Altstadt.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.