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ARBON: Bundesfeier: Finanzierung sorgt für rote Köpfe

Die diesjährige Bundesfeier droht ins Wasser zu fallen. Grund ist derselbe wie schon die Jahre zuvor.
Max Eichenberger
Gefährdete Arboner Bundesfeier: Stadtmusik-Formation mit Swiss-Käppi auf dem Hafendamm. (Bild: Max Eichenberger)

Gefährdete Arboner Bundesfeier: Stadtmusik-Formation mit Swiss-Käppi auf dem Hafendamm. (Bild: Max Eichenberger)

Max Eichenberger

arbon@thurgauerzeitung.ch

Im Jahresprogramm des Verkehrsvereins Arbon (VVA) ist der traditionelle Anlass zum Nationalfeiertag nicht aufgeführt. Er ist nicht vergessen gegangen. «Er fehlt ganz bewusst. Aber nicht, weil ich dagegen bin», betont VVA-Präsident Kaspar Hug. Die Bundesfeier könnte erstmals in Arbon wegen des Risikos der nicht abgesicherten Finanzierung ausfallen. Und das hat damit zu tun, dass sich die Stadt, wie schon letztes Jahr, «brötig» zeigt. Sie hat sich aus der Finanzierung verabschiedet und leistet noch eine beschränkte Defizitgarantie von 5000 Franken.

Vor zwei Jahren hat der Verkehrsverein die Mars-Vereinigung als Partnerin gewonnen. Die Stadt hat immerhin die Infrastruktur bereitgestellt. Sonst habe man selber Hand angelegt, resümiert Hug. Letztes Jahr sei er wegen des Teilrückzuges der Stadt «von Pontius zu Pilatus gesprungen, um einen Verein als Veranstalter zu finden». Aus Verantwortung gegenüber der Tradition hätten sich dann Christine und Hans Schuhwerk von der Hafenmeisterei bereit erklärt, die Durchführung im Pavillon zu übernehmen.

Die Rechnung ging überhaupt nicht auf – wohl auch dem nicht gerade idealen Wetter geschuldet. Irgendjemand hatte dann offenbar Erbarmen gezeigt und das Defizit über dem städtischen Sockel gedeckt. «Ich weiss heute noch nicht wer», sagt Hug. Der Verkehrsverein hatte 1400 Franken eingeschossen.

Die Finanzierung wird auch dieses Jahr nicht nur ein Knackpunkt sein, sondern die Existenzfrage. «Mit Infrastruktur, Buffetanlagen und was es alles sonst noch braucht, um auch die Sicherheitsvorschriften einzuhalten, rechnen wir mit 8000 bis 10000 Franken, die der Anlass kostet», zeigt Hug auf. Kosten, die offenbar bei einer nunmehr beschränkten Defizitgarantie niemand zu tragen gewillt ist. Gemäss Leistungsauftrag mit der Stadt hat der Verkehrsverein die Bundesfeier zu organisieren, die Stadt aber die vollen Kosten für die Infrastruktur zu übernehmen. Hier liegt bei der Streitfrage des Pudels Kern begraben.

«Wenn es uns nicht gelingt, die Finanzierung zu regeln, dann feiern halt die Arboner den 1. August daheim im Garten.» Das Handtuch werfen will der VVA-Präsident jetzt aber noch nicht: «Ich möchte mich mit Stadt- präsident Andreas Balg an einen Tisch setzen, mit dem Ziel, eine Lösung zu finden.»

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