ARBON: Beton als Sicherheitsbarrikade

Zwanzig tonnenschwere Betonelemente versperren als Geländeschutz die Zufahrten ins Seenachtfestareal. Die Massnahme ist vorsorglich nach den terroristischen Anschlägen von London angeordnet worden.

Max Eichenberger
Drucken
Teilen
Die Besucher sollen das Seenachtsfest ungetrübt geniessen können. Mit Betonblöcken werden die Eingangsbereiche gesichert, hier auf der Schiffländerstrasse. (Bild: Max Eichenberger)

Die Besucher sollen das Seenachtsfest ungetrübt geniessen können. Mit Betonblöcken werden die Eingangsbereiche gesichert, hier auf der Schiffländerstrasse. (Bild: Max Eichenberger)

Max Eichenberger

max.eichenberger@thurgauerzeitung.ch

Nach den Attacken in Berlin und der britischen Metropole sind auch für Grossveranstaltungen hierzulande die Sicherheitskonzepte überdacht und Vorkehrungen getroffen worden. Das gilt auch für das Sicherheitskonzept beim Arboner Seenachtfest, das dieses Wochenende stattfindet.

Um sich gegen ein Szenario einer Attacke mit einem Laster oder sonst einem schweren Farzeug zu wappnen, werden die Zufahrten zum Festgelände mit Betonelementen abgeriegelt. Sie wirken als Prellbock.

Acht dieser Elemente werden ab 16 Uhr bei der Schiffländestrasse platziert; sie werden mit einem Kranfahrzeug vom Lagerplatz hochgehievt und auf die Fahrbahn abgesetzt. Ein schmaler Strassenbereich wird mit schweren Fahrzeugen «mobil» zugeparkt, welche die Barrikade ergänzen. So kann die Zufahrt ins Gelände für Krankenwagen oder Sicherheitsfahrzeuge in Notfällen gewährleistet werden.

Schleuse für Blaulichtfahrzeuge

Beim Adolph-Saurer-Quai, fünfzig Meter nach der Einfahrt von der Bahnhofstrasse gegenüber dem UBS-Geschäftshaus wird gemäss Alex Stojkovic, Leiter der Abteilung Bau Freizeit Sport, die ganze Fahrbahnbreite mit Betonelementen zugestellt, abgesehen von engen Durchlässen. Zudem wird der Seeweg ebenso entsprechend gesichert.

Damit reagieren die Veranstalter und die Stadt, welche Grossanlässe zu bewilligen hat, auf Anweisungen der Polizei. Im Vorfeld hätten Gespräche stattgefunden. Im Sicherheitskonzept, das die Firma Verkehrsüberwachung Schweiz im Auftrag der Veranstalter erarbeitet hat, sind diese Betonbarrikaden als Zusatzmassnahme eingeflossen.

Bei einer Begehung am Freitagmorgen ist die Infrastruktur von den zuständigen Stellen abgenommen worden. Die Veranstalter des Summerdays-Festivals am letzten Augustwochenende hätten diese Sicherheitsmassnahme in ihrem Konzept bereits vorgesehen , sagt Stojkovic.

An diesem Seenachtfest stehen mehr mobile Toiletten (Toi-Toi) zur Verfügung; sie sind in verschiedenen Bereichen des Festgeländes gruppiert. Nach Einbruch der Dämmerung würden sie gut ausgeleuchtet, sagt Stojkovic. Um 22 Uhr wird der Spielplatz auf der Schlosswiese abgesperrt und so das unterbunden, was in den letzten Jahren Unmut erregt hatte: Je mehr Alkohol im Spiel sei, desto mehr sei der Platz als WC missbraucht worden.

Gewährleistet ist, dass bei der Beschallung des Areals aus den Lautsprecherboxen der Lärmpegel von erlaubten 93 Dezibel nicht überschritten wird. Einjustiert seien sie bei maximal 92. Bei der Lasershow wird mit dem Wasser «gespielt»; sie sei unbedenklich. Ein Feld auf der Quaiwiese im Bereich gegen den Waschplatz hin ist ausgewiesen, damit dort ein Helikopter landen kann.