ARBON: Basteln mit Blättern

Seit zehn Jahren bietet die städtische Kinder- und Jugendarbeit den «Ferienspass» für Kinder an. Bei Nicole Burri basteln die Kinder mit Herbstmaterialien.

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Die Kinder kleben die gesammelten Blätter auf. (Bild: Maria Keller)

Die Kinder kleben die gesammelten Blätter auf. (Bild: Maria Keller)

Ein Zauberkurs, eine Skateboard-Lektion oder ein Besuch auf dem Bauernhof: Seit 2008 organisiert die Kinder- und Jugendarbeit Arbon (KJA) zusammen mit Vereinen und Institutionen verschiedene Freizeitangebote für Kinder in den Schulferien. Im Rahmen des «Ferienspass» leitete Nicole Burri das Basteln mit Naturmaterialien an der Bodmerallee.

Ahornblätter und Spinnen

«Jeder sammelt jetzt zehn Sachen von draussen.» Schon springen die neun Kinder los. Und werden schnell fündig. In Kürze finden sich bunte Blätter, Tannenzapfen und die eine oder andere Spinne auf den Papptellern. Daraus entstehen später Kunstwerke. Zwei Stunden lang wird wie wild gebastelt. «Können wir das nachher mit nach Hause nehmen?», fragt ein Kind. Das dürfen sie.

Sobald alle in ihre Arbeit vertieft sind, wird es mucksmäuschenstill. Nicole Burri hilft hier und da, wo etwas mit Heissleim festgemacht werden muss oder ein Kind Schwierigkeiten hat, ein Auge auf den Marronikopf ihres Bleistiftmännchens zu zeichnen. Nach der kreativen Arbeit hält jedes Kind sein Werk stolz in der Hand.

Die Kurse sind immer gut besucht

Nicole Burri hat schon in den letzten Jahren beim «Ferienspass» mitgewirkt. Sie wurde von der KJA angefragt, da sie als Clownfrau auch Shows für Kinder ­gemacht hatte. Neben Clown-Shows bot sie im Ferienspass ­Jonglierkurse und Zirkusdarbietungen an. «Die Kurse sind eigentlich immer sehr gut besucht», sagt Burri. So würden sich jeweils 8 bis 20 Kinder anmelden. Für solche Workshops eignet sich der ehemalige Kindergarten an der Bodmerallee. Die Räumlichkeiten dienen zurzeit noch als Lager und bieten Raum für Events dieser Art für Kinder und Jugendliche. Dank der freiwilligen Anbieter findet der Ferienspass mit einer breiten Angebotspalette dreimal im Jahr statt. Heuer konnten die Kinder zwischen 29 Angeboten auswählen. So wird ihnen während der zwei Ferienwochen bestimmt nicht langweilig. Auch in den Sommer- und Frühlingsferien wird jeweils ein Programm angeboten. Besonders im Frühling laufe es sehr gut, sagt Lukas Feierabend, Abteilungsleiter Soziales der Stadt Arbon.

In den Frühlingsferien hätten 340 Kinder das Angebot genutzt. Weil die Kinder oft an mehreren Kursen teilnehmen, sind so über 560 Kursbesuche zustande gekommen. Besonders beliebt sei der Ausflug in den Europapark oder der Zauberkurs mit über vierzig Anmeldungen gewesen. «Auch in diesem Herbst wird das Zaubern mit einem Profizauberer wohl gut besucht sein», sagt Feierabend. Genaue Zahlen bezüglich Nachfrage in diesen Herbstferienprogramm könnten noch nicht genannt werden. Es werde aber erwartet, dass durchschnittlich zehn Kinder an einem Kurs teilnehmen werden.

Maria Keller

maria.keller@thurgaurzeitung.ch