ARBON: Bald zurück in der alten Heimat

Der Oldtimerclub Saurer sieht endlich Land: Er ist jetzt Eigentümer der Halle im Presswerk. Und hofft, das Schaudepot Ende Mai, ein Jahr später als ursprünglich geplant, eröffnen zu können.

Max Eichenberger
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Blick aus dem Skelett eines Gelenkbusses der ersten Generation.

Blick aus dem Skelett eines Gelenkbusses der ersten Generation.

Max Eichenberger

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thurgauerzeitung.ch

Seit Anfang Woche ist der Old­timerclub Saurer (OCS) Eigentümer des nördlichen Hallenteils im ehemaligen Saurer-Presswerk. Eine Million Franken hat der OCS für den Kauf aufgebracht.

Im August letzten Jahres haben die Museumshüter und HRS den Kaufvertrag unterzeichnet. Jetzt ist der Hallenteil grundbuchamtlich an den Oldtimerclub überschrieben worden. Zwischenzeitlich ist die Finanzierung geregelt worden.

Der Verein hat viel Eigenleistung erbracht

In der Halle wird der OCS ein Schaudepot einrichten, bestückt mit Oldtimerfahrzeugen, Motoren und anderen Exponaten, die nicht im Saurer-Museum am See Platz gefunden haben. Diese Fahrzeuge und Maschinenteile lagerte der Verein umständehalber auswärts – dezentral in teils behelfsmässigen Unterständen. Bald können sie nun zusammengeführt und einem Publikum zugänglich gemacht werden: So kommt sozusagen ein Stück Geschichte zurück ins Saurer WerkZwei. HRS hat die Fassade und das Dach saniert. Der OCS übernimmt den Innenausbau, der mit einfachen Mitteln gemacht wird. In einer Hallenecke hat inzwischen die Arbon Energie AG eine Trafostation errichtet. Diese dient künftig der Versorgung des rasant in Entwicklung begriffenen Areals mit Elektrizität. Ein Brand, der bei Schweissarbeiten auf dem Dach ausgebrochen war, hatte die Bereitstellung der Halle verzögert «und teilweise geleistete Arbeit zunichte gemacht», blickt OCS-Präsident Ruedi Baer auf ein bewegtes Jahr zurück. Zunächst war geplant gewesen, die Halle im Mai 2016 zu beziehen. Dieser Termin entpuppte sich bald als zu optimistisch gesetzt. Jetzt hat Baer die Einweihung ein Jahr später im Fokus: Ende Mai 2017 – «wenn denn alles gut geht». Der Termin beim Grundbuchverwalter war für ihn «ein Freudentag». Der Verein hat viel Eigenleistung erbracht, um die Wände zu reparieren, losen Verputz herauszufräsen und überflüssige Installationen zurückzubauen. Neue Gestelle sind eingebaut und die Tore verbreitert worden. Baer und sein Team mit Projektleiter Armin Kneubühler und Bauführer Ernst Forrer sind auch stolz über die neue Beleuchtung mit den LED-Streifen an den Dachträgern. Schon einige Fahrzeuge und Teile sind in die Halle überführt, aber noch nicht präsentabel plaziert worden. Das Aussenlager in Biessenhofen muss noch geräumt werden.

Die Sparte Militärfahrzeuge ist auch vertreten. (Bilder: Max Eichenberger)

Die Sparte Militärfahrzeuge ist auch vertreten. (Bilder: Max Eichenberger)