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ARBON: Bäume gefährden Bahnsicherheit

Der grosse Juni-Sturm 2013 hatte im Seemoosriet etliche Bäume geknickt. Entlang der Bahngeleise mussten daraufhin Sicherheitsschläge angeordnet werden – aus Sicht der SBB damals ein Minimum. Darum folgten jetzt weitere Fällungen.
Max Eichenberger
Eine Reihe von Bäumen, wie diese Weide, mussten im Gebiet des Strandbads gefällt werden; der Strunk dient als Sitzbank.

Eine Reihe von Bäumen, wie diese Weide, mussten im Gebiet des Strandbads gefällt werden; der Strunk dient als Sitzbank.

ARBON. Praktisch abgeschlossen sind die winterlichen Rodungsarbeiten auf dem Arboner Gemeindegebiet. 31 Bäume waren durch Beschluss des Stadtrates letzten Herbst zur Fällung freigegeben worden. Zum Teil waren sie abgestorben oder deren Stämme von Fäulnis befallen gewesen. Bei Begehungen mit dem Revierförster wird alljährlich der Bestand in den städtischen Parkanlagen und auf öffentlichem Grund daraufhin angeschaut.

Sicherheitsrisiko für Bahnbetrieb

Primär müssen Bäume dann gefällt werden, weil sie angeschlagen sind und bei Sturmereignissen ein Sicherheitsrisiko darstellen, sagt Stadtgärtner Hans Zellweger. Entlang der Bahnlinie beurteilen den Sicherheitsaspekt speziell die Forst-Fachleute der Schweizerischen Bundesbahnen. Die Sicherheitsanforderungen beim Bahnbetrieb sind im Perimeter beidseits der Gleise nämlich besonders hoch. Die Sicherheit der Einrichtungen wie auch der Fahrgäste muss im öffentlichen Interesse gewährleistet werden. Es gelten strenge Auflagen.

Bäume fielen Richtung See

Besonders witterungsexponiert und sturmanfällig sind der Auenwald im Naturschutzgebiet Seemoosriet, der alte Baumbestand entlang des Philosophenweges sowie über achtzig Jahre alte Schattenspender beim nahen Campingplatz und im Areal des Strandbades.

Das hat sich im Sommer 2015 mit aller Wucht gezeigt, als ein orkanartiger Sturm über Arbon hinweggefegt war. Die Böen hatten gleich mehrere Bäume geknickt und teilweise sogar entwurzelt. Einiges Glück hatte man damals insofern, als der Sturm in der Altholzinsel die meisten Bäume seeseitig hingeworfen hatte. Bis zum Bahndamm hoch war Geäst heruntergebrochen.

SBB wollten radikal ausräumen

Dieses Ausmass hatte Konsequenzen. Ganze 36 Bäume wollten die SBB damals aus Gründen der Betriebssicherheit gleich in einem Zug fällen. Doch der Sicherheitsschlag wurde dann nicht in dem beantragten radikalen Umfang durchgeführt. Die SBB und das Forstamt fanden sich in einem Kompromiss. Die Hälfte der sturmanfälligen Bäume wurde gefällt. Bei 18 weiteren hatte man die Kronen ausgelichtet und Äste zurückgeschnitten.

Doch schon jetzt musste im Bereich Strandbad ein weiteres knappes Dutzend Eschen, Pappeln sowie eine grosse Weide am Rande der oberen Liegewiese beim Kinderbassin gefällt werden. Bei dieser hatten 2013/14 noch baumpflegerische Massnahmen genügt. Dort klafft nun eine Lücke – im Sommer wird es weniger Schatten geben. «Die Platanen, die wir vorsorglich schon gesetzt haben, werden aber rasch wachsen», sagt Stadtgärtner Hans Zellweger.

Auch Buchen müssen weichen

Heute Freitag werden zwischen der Camping-Zufahrt und dem Bahntrassee, bei den Veloständern, zusätzliche Buchen entfernt. Diese stehen ebenfalls im «Risiko-Perimeter». Beim Strandbad-Parkplatz sind eine Reihe von kanadischen Pappeln eliminiert worden. Dort ist der Ersatz laut Remo Tambini, Leiter Abteilung Bau, allerdings noch unklar. «Die Löcher sind jetzt erst einmal aufgefüllt.» Bei einem Parkplatz seien grundsätzlich neue Bäume, wenn sie vernünftig wachsen sollen, «nicht so günstig». Klar ist, dass dort die Parkplatz-Nutzung nicht eingeschränkt werden soll.

Hans Zellweger Stadtgärtner Arbon

Hans Zellweger Stadtgärtner Arbon

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