ARBON: Ambitionen, Ratschläge und ein Dementi

Wehmütig blickt er jetzt schon drein: Für Albert Maag ist es die letzte Messe am See, die er als Saalwart begleiten wird. Denn Ende Jahr wird der «Mann für alles» im Seeparksaal diesen Job, nach dreissig Jahren, abgeben und in den Ruhestand treten. Sein Nachfolger wird in breite Fussstapfen treten.

Max Eichenberger
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Für Saalwart Albert Maag (hier im Gespräch mit Stadtpräsident Andreas Balg) wird es die letzte Messe-Saison sein. (Bild: Max Eichenberger)

Für Saalwart Albert Maag (hier im Gespräch mit Stadtpräsident Andreas Balg) wird es die letzte Messe-Saison sein. (Bild: Max Eichenberger)

Seinen Namenskleber am Revers nimmt Luzi Schmid irgendwann entnervt ab. Er will keinen der amtierenden Stadträte brüskieren. Denn, so dementiert er, weder sei er Exekutivmitglied, was ein reiner Verschrieb auf seinem Kleber ist, noch liebäugle er mit dem Amt.

Dafür hegt Pablo Erat hinter vorgehaltener Hand Ambitionen, das Parlament zu revolutionieren – mit weiteren Mitstreitern gesetzteren Alters, denen sich die Weisheit wie ein Schleier ums gräuliche Haupt gelegt hat und die die Stadt Arbor felix wieder zum Blühen bringen wollen.

Eine neue Dynamik verströmt der junge Messe-Präsident Michael Willi. Mit Pfiff und wortgewandt hat er die Messe eröffnet – und den Schwung auf die Ausstellung selber übertragen. Diese steht nämlich unter dem Motto «Bewegung». Sich zu bewegen: dafür bietet die Messe mit ihren Angeboten und ihrem vielfältigen Rahmenprogramm reichlich Gelegenheit.

Einer der das vorlebt, ist Karl Müller, Gründer der Roggwiler Kybun AG. So um die 18 Kilometer spult er täglich arbeitenderweise ab, etwa beim Lesen und Verfassen von Mails auf dem Laufband. Konferenzen werden im Roggwiler Kybun-Tower im Stehen abgehalten, auf Kybun-Matten selbstverständlich. Seine Firma übrigens hat er in eine Stiftung eingebracht – mit dem Einverständnis seiner Kinder auf den Erbverzicht. Müllers Ratschlag an die Aussteller und alle Gewerbler: «Ein Gefühl für die Kunden zu entwickeln.» – Öffnungszeiten: Samstag 13 bis 21 Uhr, Sonntag 10 bis 18 Uhr.

Max Eichenberger

max.eichenberger@thurgauerzeitung.ch

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