Arbeitgeber zieht Arbeitnehmer zur Rechenschaft

Die erste entscheidende Gemeindeversammlung zur Einführung eines Gemeindeparlamentes fand am 1. Februar 1946 – also vor 70 Jahren – in der Turnhalle beim Sekundarschulhaus statt. Die Argumente für und gegen die Beibehaltung der traditionellen Gemeindeversammlung flitzen hin und her.

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Die erste entscheidende Gemeindeversammlung zur Einführung eines Gemeindeparlamentes fand am 1. Februar 1946 – also vor 70 Jahren – in der Turnhalle beim Sekundarschulhaus statt. Die Argumente für und gegen die Beibehaltung der traditionellen Gemeindeversammlung flitzen hin und her. Gegen die Gemeindeversammlung sprechen sich Franz Huber und Hermann Raschle-Keller aus. Sie begründen ihre Stellungnahme mit einem Vorkommnis im Jahr 1939, als ein Arbeiter anderntags von seinem Prinzipal zur Rechenschaft gezogen wurde, weil sich dieser an der Gemeindeversammlung an der Diskussion beteiligt hatte. Gemeinderat Meier gibt gegen Ende der lebhaften Debatte seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Diskussion an dieser Versammlung nun Garantie dafür biete, «dass es kein Arbeitgeber mehr wagen werde, darauf hinzuwirken, dass die freie Meinungsäusserung an Gemeindeversammlungen unterdrückt werde», heisst es im Protokoll dieser Versammlung. (es.)

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