Arbeitgeber werden politischer

ARBON. Die Arbeitgebervereinigung Arbon und Umgebung befasst sich stärker mit Themen in den Gemeinden und gibt die Organisation der überbetrieblichen Kurse ab.

Fritz Bichsel
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Die Versammlungsteilnehmer besuchen die Firma Envergate. (Bild: Fritz Bichsel)

Die Versammlungsteilnehmer besuchen die Firma Envergate. (Bild: Fritz Bichsel)

Präsident Dennis Reichardt konnte an der Generalversammlung im Hotel Seegarten drei neue Mitgliedfirmen begrüssen. Damit gehören der AVA 65 Industrie-, Dienstleistungs- und grössere Gewerbebetriebe mit gut 3500 Mitarbeitenden an. Die Wirtschaftslage in der Region beurteilt der Präsident positiv. Abbau wie bei AFG und Gimmel stehe Expansion etlicher Betriebe mit neuen Arbeitsplätzen gegenüber. Und städtebauliche Entwicklungen wie beim Saurer WerkZwei in Arbon oder auf dem Raduner-Areal in Horn eröffneten weitere Chancen für die Zukunft.

Im ersten Jahr mit Dennis Reichardt als Präsident überprüfte der Vorstand die Organisation der AVA. Daraus resultieren unter anderen diese Massnahmen: Die AVA bezieht die Mitglieder aktiver ins Programm ein, nimmt mehr Stellung zu politischen Fragen im Einzugsgebiet, verstärkt dazu den Kontakt mit den Gemeindebehörden und macht den pointierteren Auftritt auch im Internet sichtbar. Das bedingt im Durchschnitt etwas höhe Mitgliederbeiträge. Damit grosse Firmen nicht abspringen, wird der Beitrag je Mitarbeitenden neu nach der Zahl der Beschäftigten abgestuft. Weiterhin wendet die AVA gut 20 000 Franken oder gegen die Hälfte ihres Budgets für Beiträge an die Kinderhäuser in Arbon, Roggwil und Steinach auf.

Neu in den Vorstand wählten die Mitglieder Andreas Biel, neuer Personalchef der AFG, und Simon Frei, Geschäftsführer von Oerlikon Saurer Arbon.

Überbetriebliche Kurse ergänzend zur Berufsschule werden in Arbon bisher als Ausnahme von der Arbeitgebervereinigung organisiert. Die Mitglieder stimmten zu, diese Aufgabe auch hier an einen Verein abzugeben. Dieser kann mit gut 200 000 Franken starten. Die AVA behält für ihre Dienstleistungen 30 000 Franken und legt diese in einem Fonds zur Förderung des Berufsnachwuchses an.

Vor der Versammlung besichtigten Mitglieder die Firma Envergate AG in Horn.

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