Ansprache, Essen, Kinobesuch: 54 Weinfelder Jungbürger feiern

WEINFELDEN. Dicht gedrängt stehen die jungen Frauen und Männer an den weiss gedeckten Tischchen oder sitzen auf den Treppenstufen. Das Licht im Firehouse ist gedimmt, farbige Lichtkegel sorgen für eine gemütliche Atmosphäre.

Monika Wick
Merken
Drucken
Teilen
Gemeindeammann Max Vögeli überreicht einem Jungbürger die Urkunde und das Thurgauer Buch. (Bild: Monika Wick)

Gemeindeammann Max Vögeli überreicht einem Jungbürger die Urkunde und das Thurgauer Buch. (Bild: Monika Wick)

WEINFELDEN. Dicht gedrängt stehen die jungen Frauen und Männer an den weiss gedeckten Tischchen oder sitzen auf den Treppenstufen. Das Licht im Firehouse ist gedimmt, farbige Lichtkegel sorgen für eine gemütliche Atmosphäre. Mehrmals ist aus der Gruppe «Hey, bisch au do?» oder «Läck, mir hend üs scho lang nümme gseh!» zu vernehmen. Es wird fröhlich durcheinander geplappert und mit Bowle oder Orangensaft angestossen.

«Das tollste Alter»

Grund für ihr Zusammentreffen ist die Einladung der Gemeinde Weinfelden zur Jungbürgerfeier. «Heute ist der Abend, an dem sie Ihre Volljährigkeit feiern dürfen», sagt Gemeinderat Valentin Hasler. «An 104 Personen haben wir eine Einladung verschickt. 54 haben sich angemeldet.» Als Gastreferent richtet sich Daniel Dudler von der Jungen CVP Thurgau an die neuen Stimm- und Wahlberechtigten. «18 ist aus meiner Sicht das tollste Alter. Man darf in den Ausgang und Autofahren.» Er erklärte, dass die Tragweite vieler Rechte und Pflichten in der Politik entschieden werden. «Studenten in Hongkong kämpfen gerade jetzt für ein Wahlrecht, ihr bekommt es einfach», gibt er zu bedenken. Ausserdem bittet er die Jungbürger, sich eine eigene Meinung zu bilden und diese auch zu vertreten.

Jetzt ist der Spass vorbei

Gemeindeammann Max Vögeli forderte die jungen Frauen und Männer dazu auf, sich in einem der rund zweihundert Vereine in Weinfelden zu engagieren. «Die Vereine sind die Brücken der Gesellschaft, und sie sind immer wieder auf neue Vorstandsmitglieder sowie Leiterinnen und Leiter angewiesen.» Zusammen mit dem Präsidenten des Gemeindeparlamentes, Marcel Tanner, überreichte Max Vögeli eine Urkunde und das Thurgauer-Buch. Für Julia Moor und Naomi Keller war das Treffen früherer Kollegen der ausschlaggebende Grund, an der Jungbürgerfeier teilzunehmen. Noel Brühlhart meint: «Jetzt ist der Spass vorbei. Als Volljähriger muss man viel Verantwortung tragen und zahlen, zahlen und nochmals zahlen.»