Anschluss an Arbon geplant

Der Spitexverein Roggwil-Berg ist der kleinste im Kanton. Die Pensionierung der Betriebsleiterin und steigende Anforderungen erfordern eine neue Lösung.

Drucken
Teilen

ROGGWIL/BERG. Der Vorstand sieht, ein Jahr vor der Pensionierung von Betriebsleitern Silvia Schnell, die beste Lösung in einem Zusammenschluss mit der Spitex RegioArbon, heisst es in einem Communiqué. Der von einer Spitex-Organisation zu erfüllende Leistungskatalog sei zudem in den letzten Jahren laufend gewachsen. Akut- und Übergangspflege, Palliative Care, Psychiatrie-Spitex und Kinder-Spitex sind als Aufgaben neu dazugekommen.

Spezialisiertes Wissen verlangt

Sie verlangen spezialisiertes Wissen und Erfahrung. Zudem lassen sich in einem grösseren Team Belastungsschwankungen mit Spitzen und Flauten besser ausgleichen. Ein grösserer Betrieb sei auch besser in der Lage, seine Mitarbeiterinnen durch Spezialisierung zu fördern. Schliesslich erfordere es auch eine gewisse Betriebsgrösse, um Ausbildungsplätze anzubieten – «angesichts des drohenden Pflegenotstandes ein Muss für jede Spitex-Organisation».

Struktur nicht mehr zeitgemäss

Diese Entwicklungen führten den Vorstand des Spitexvereins Roggwil-Berg zur Erkenntnis, dass die heutige Struktur nicht mehr genügt. Zu diesem Schluss waren die damaligen Spitex-Dienste Egnach 2010 ebenfalls gekommen, als sie sich Arbon anschlossen. Die Spitex RegioArbon betreut heute Arbon, Horn und Egnach, ein Einzugsgebiet mit 21 000 Einwohnern.

Heute ist der Spitexverein Roggwil-Berg als praktisch noch einzige Organisation grenzüberschreitend in zwei Kantonen tätig. In der praktischen Arbeit biete das zwar keine Probleme. Rechtlich, administrativ und bezüglich Finanzierung gebe es jedoch Unterschiede und damit gewisse Doppelspurigkeiten. Die Gemeinde Berg will laut Beschluss des Gemeinderates die Spitex-Versorgung künftig innerhalb des Kantons St. Gallen ausrichten und einen Anschluss an den Spitexverein Wittenbach-Häggenschwil-Muolen suchen.

Die Mitglieder entscheiden

Roggwil soll sich Arbon anschliessen. Eine Arbeitsgruppe, mit einer starken Vertretung des Spitexvereins Roggwil-Berg unter Leitung von Reinhard Hofmann, Präsident der Spitex RegioArbon, und begleitet von Christoph Tobler als externem Berater, klärt nun alle sich stellenden Fragen und erarbeitet die erforderlichen Unterlagen. An den Jahresversammlungen im Frühling 2016 sollen dann die beiden Mitgliederversammlungen definitiv über den Zusammenschlussvertrag befinden. Der Zusammenschluss ist auf den 1. Januar 2017 geplant. (red.)