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ANGRIFF: Wegen Rauswurf: Romanshorner Barbetreiber mit Messer bedroht und mit Stock niedergeschlagen

Der Geschäftsleiter der V2-Lounge in Romanshorn wurde am Sonntag angegriffen und musste mit Kopfverletzungen ins Spital gebracht werden. Die mutmasslichen Täter hatten am Samstag Hausverbot erhalten.
Ralf Rüthemann
Die V2-Lounge an der Kreuzlingerstasse 30 in Romanshorn: Am Sonntag wurde hier der Geschäftsführer niedergeschlagen. (Bild: Donato Caspari)

Die V2-Lounge an der Kreuzlingerstasse 30 in Romanshorn: Am Sonntag wurde hier der Geschäftsführer niedergeschlagen. (Bild: Donato Caspari)

Ein ruhiger Sonntag, 18 Uhr, in der V2-Lounge in Romanshorn: Fünf Gäste geniessen einen Drink und der 37-jährige Geschäftsführer aus Mazedonien, der nicht mit Namen genannt werden will, stellt sich auf einen gemütlichen Abend ein. Er steht bei der ersten Lounge direkt neben der Bar, als plötzlich drei Männer das Lokal betreten. Sie bedrohen ihn mit dem Messer und schlagen ihm mit einem Stock auf den Kopf. «Ich fiel für ein paar Sekunden in Ohnmacht», erzählt er. Was danach in welcher Reihenfolge geschah, weiss er nicht mehr so genau. «Es ging viel zu schnell und ich war total schockiert.»

Was er aber noch weiss: Die drei Täter waren unmittelbar darauf geflüchtet und er rief sofort die Polizei. Wenig später wurde er mit Kopfverletzungen ins Spital gebracht. Wer die Angreifer waren, glaubt er auch zu wissen: «Es handelte sich um drei Männer, die am Samstagabend Hausverbot erhalten hatten. Wahrscheinlich wollten sie dies nicht akzeptieren», sagt der Geschäftsführer. «Wir dulden keinerlei Gewalt oder Aggressivität in unserem Lokal.» Die drei mutmasslichen Angreifer seien am Samstagabend wegen Pöbeleien rausgeworfen worden.

Noch am Sonntagabend ging bei der Kantonspolizei Thurgau ein Anruf der mutmasslichen Täter ein, die in der Folge inhaftiert wurden. «Wegen Kollusionsgefahr», sagt Matthias Graf, Mediensprecher der Kantonspolizei. Es handelte sich um drei Mazedonier im Alter von 41, 19 und 17 Jahren. Jetzt werden sie zum Vorfall befragt.

Nachbarn beklagen sich

Der Bruder des Attackierten und Besitzer des Lokals hatte vorerst nichts vom Vorfall mitbekommen, er kam erst gerade von den Ferien zurück. «Ich war total schockiert, als ich davon erfuhr», sagt er. «Wir verabscheuen Gewalt und wir wollen verhindern, dass solche Leute unser Lokal betreten.» Vor ein paar Monaten hatten die Betreiber einen Sicherheitsbeauftragten eingestellt. Nicht nur um die Sicherheit im Lokal zu erhöhen, sondern auch um vor der Bar für Ruhe und Ordnung zu sorgen. «Es ist katastrophal», sagt ein Nachbar. «Es kommt immer wieder zu Problemen und einem Riesenlärm. Vor allem, wenn sie mit ihren Limousinen die Strasse hinauffahren und dabei ihre Motoren aufheulen lassen.»

Zwei Nachbarn haben sich beim Hausvermieter beschwert und dieser nahm dann Rücksprache mit den Betreibern: «Seither haben wir den Sicherheitsangestellten. Wir weisen die Leute vor dem Lokal immer wieder darauf hin, ruhig zu sein», sagt der Besitzer des Lokals. «Wir finden es auch nicht cool, wenn die Nachbarschaft aufgeweckt wird. Von solchen Leuten grenzen wir uns klar ab.»

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