ANDWIL: Strasse in neuem Licht

Die Gemeindeversammlung hat am Montagabend einen Kredit über 1,2 Millionen Franken für die Sanierung der Ortsdurchfahrt Klarsreuti bewilligt. Auch der Friedhof in Birwinken kann erneuert werden.

Mario Testa
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Die löchrige und geflickte Strasse in Klarsreuti kann nach dem Entscheid vom Montag für 1,2 Millionen Franken saniert werden. (Bild: Mario Testa)

Die löchrige und geflickte Strasse in Klarsreuti kann nach dem Entscheid vom Montag für 1,2 Millionen Franken saniert werden. (Bild: Mario Testa)

Der Diskussionsbedarf an der Versammlung der Politischen Gemeinde Birwinken war verschwindend klein. Nur eine einzige Frage zu einem Budgetposten kam aus den Bankreihen in der Kirche Andwil, und das trotz nicht alltäglicher Geschäfte mit einem Millionenkredit für die Strassensanierung in Klarsreuti und der Sanierung des Friedhofs in Birwinken.

Strasse bleibt während Sanierung befahrbar

Für 1,2 Millionen Franken kann die Ortsdurchfahrt in Klarsreuti auf einer Länge von 425 Metern saniert werden. Einstimmig genehmigen die Stimmberechtigten diesen Kredit. Die Sanierung beinhaltet auch den Ersatz der Werkleitungen. «Gegen die Planauflage sind keine Einsprachen eingegangen und die Einwohner von Klarsreuti wurden bereits an einem Infoanlass über das Bauvorhaben informiert», sagt Gemeindepräsident Peter Stern. «Die Strasse wird auch während der Bauarbeiten befahrbar sein. Das erschwert zwar das Projekt, ist aber nötig, weil dort das Postauto durchfährt.»

Der Friedhof in Birwinken muss saniert werden, da bei Untersuchungen festgestellt wurde, dass der Boden zu lehmig ist für eine Verwesung der menschlichen Überreste. «Dieses Problem haben viele Gemeinden. Aber nicht alle reden darüber. Dabei muss das Problem angegangen werden», sagt Erich Aeschlimann von der auf Friedhofplanungen und Exhumierungen spezialisierten Firma Linder & Partner. «Jeder Verstorbene hat das Recht auf eine schickliche Bestattung, und das ist unter den gegebenen Umständen nicht mehr möglich.» Aeschlimann erläutert den Anwesenden, wie das lehmige Erdmaterial durch ein neues Gemisch ausgetauscht werden soll, damit wieder ein zügiger Verwesungsprozess möglich ist. Im gleichen Zug wird der Friedhof neu in mehrere kürzere Grabreihen aufgeteilt anstelle der wenigen langen heute.

Spezialisten überwachen die Exhumation

«Während der Aushubarbeiten sind zwei Spezialisten für Exhumation vor Ort. Wir garantieren, dass keine menschlichen Überreste den Friedhof verlassen, Verstorbene noch am gleichen Tag wieder begraben werden und wir sorgen auch für Sichtschutz», verspricht Aeschlimann. Einstimmig bewilligt die Versammlung den Kredit über 195 000 Franken für die Sanierung. Ebenfalls einstimmig angenommen wird das neue Friedhofsreglement für den gemeinsam genutzten Friedhof in Langrickenbach.