An die «Frauen für Jehle»

«Frauen hinterfragen neuen Chef», TZ vom 22. September

Margrit Bucher-Gamma, Kreuzlingen
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Vorab muss ich gestehen, dass ich einigen dieser mir persönlich bekannten Initiantinnen ein so widerliches Vorgehen nicht zugetraut hätte.

Ich erinnere mich nicht, dass Sie vor fünf Jahren bei der Wahl von Herrn Jehle durch die Kirchenvorsteherschaft gleiche oder ähnliche Nachforschungen über seine Vergangenheit angestellt haben, wie jetzt über Pater Jan Walentek. Sie wollen wohl «düstere Flecken» über ihn an den Tag bringen, um das Vertrauen der Pfarreiangehörigen in ihn zu untergraben, oder? Manch «Dunkles» hätte sich damals und würde sich bis heute auch über Herrn Jehle finden lassen.

Ihre Art auf Stimmenfang zu gehen, mahnt mich an sektiererisches Vorgehen. Sie gingen von Tür zu Tür, um Stimmen für Herrn Jehle zu erbetteln, und das nicht gerade zimperlich. Manche sahen sich fast gezwungen zu unterschreiben. Beim Entwurf dieses Briefes, am Freitagabend, wusste ich vom taktlosen Stimmenfang (auf dem Vorplatz der Kirche) nach einem Gottesdienst mit Pater Walentek noch nichts. Dass sich ausgerechnet Frauen solchen Praktiken hingeben, finde ich äusserst beschämend!

Dem Kirchenpräsidenten Herrn Krähenmann danke ich herzlich für seine sachliche Stellungnahme. Seine integre Art erlebte ich beim Verein für Behindertenbusse (VBB) als Vizepräsidentin und Aktuarin während seiner Zeit als dessen Präsident.

Margrit Bucher-Gamma, Kreuzlingen