AMRISWIL: «Wir wollen keine Halligalli-Party»

Nachdem vor einem Jahr keine Silvesterparty im Pentorama stattfand, können Partygänger im Oberthurgau heuer wieder in der Region ins neue Jahr tanzen. Das Label Lavish organisiert eine Party, bei der man sich auch ein bisschen herausputzen soll.

Manuel Nagel
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Adrian Frei ist gespannt, wie viele Leute die Lavish-Silvesterparty ins Pentorama locken wird. (Bild: Manuel Nagel)

Adrian Frei ist gespannt, wie viele Leute die Lavish-Silvesterparty ins Pentorama locken wird. (Bild: Manuel Nagel)

Manuel Nagel

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@thurgauerzeitung.ch

Adrian Frei ist ein Tausendsassa. Man fragt sich, wie der 25-jährige Dozwiler das alles unter einen Hut bekommt. Er studiert in St. Gallen Unternehmensführung und steht kurz vor seinem Abschluss, arbeitet jedoch bereits als Immobilienberater für ein grosses Immobilienbüro, geht ab und zu auch gerne mal ins Fitnessstudio – und er ist die treibende Kraft hinter der Silvesterparty im Pentorama.

Adrian Frei geht also nicht gerade verschwenderisch mit seiner Zeit um, doch an Silvester ist genau das sein Motto. Das englische «lavish» bedeutet verschwenderisch, steht aber auch für aufwendig, grosszügig oder nobel. Das alles soll sie werden, die Party im Pentorama. Überall im Oberthurgau stehen die edel wirkenden schwarzgoldenen Plakate und Transparente, welche auf die Lavish-Silvesterparty hinweisen.Zusammen mit Jannick Oberbeck aus Salmsach und dem Romanshorner Pissanu Jamchat, beides Kollegen aus der Kantizeit in Romanshorn, pflegt Frei das Label Lavish, welches seit 2012 besteht.

Höhepunkt der Label-Karriere

«Mit diesem Label haben wir uns in der Region einen Namen gemacht», erzählt Frei. «Die Leute wissen, dass es auf den Lavish-Partys ein gewisses edles Ambiente gibt.» Man will keine abgehobene Gesellschaft mit einem Dresscode, doch die Gäste sollen sich schon etwas herausputzen. «Wir versuchen – auch mit der Musik – ein Club-Ambiente zu schaffen und kein Halligalli. Diese Partys haben auch ihre Berechtigung, aber wir fahren eine andere Schiene.»

In rund einer Woche folgt nun der «Höhepunkt unserer Label-Karriere», wie es Frei ausdrückt, denn das Trio hat zwar schon langjährige Erfahrung beim Organisieren von Partys – auch im Pentorama. So haben die drei Freunde 2014 und 2015 am Wochenende vor Weihnachten mehreren hundert Partygängern im Oberthurgau ein Geschenk beschert. Doch die Silvesterparty ist ohne Zweifel die grösste Kiste.

Nach einem Jahr Unterbruch kann somit im Pentorama wieder ins neue Jahr getanzt werden, nachdem Urs Schmidhauser, der jeweils die letzten Silvesterfeiern organisiert hatte, im Jahr 2015 verzichtete. Für Frei und seine Mitstreiter war klar: «Diese Chance wollen wir ergreifen», auch wenn das Risiko für sie nicht unerheblich ist. Würden doch die drei mit ihrem Privatvermögen haften, falls zu wenig Leute kämen. «Wir sind sehr gespannt», gibt Frei unumwunden zu. Doch gerade von Seiten Schmidhau­sers seien sie sehr unterstützt worden, so etwa mit Listen von Bauern, auf deren Land sie Transparente aufstellen dürfen.

Flexible Infrastruktur, je nach Anzahl Besucher

Etwa 500 Leute müssten erscheinen, damit die Rechnung aufgeht. Doch die Veranstalter sind guter Dinge und auch sehr flexibel, um auf jede Anzahl von Besuchern zu reagieren. «Wir operieren mit Stellwänden, machen den Innenraum des Pentoramas grösser oder kleiner, so dass kein Gefühl der Leere aufkommt bei wenig Besuchern, aber auch keine Platznot herrscht bei grossem Andrang», erklärt Frei.

In der Mitte wird ein leicht erhöhter Dancefloor stehen, am Rande eine fast 20 Meter lange Bar. Es ist eine Verbesserung gegenüber einer früheren Party, als es gewisse logistische Schwierigkeiten gab. Dazu wird es auch einige Lounges geben (siehe Kasten) und eine Shot-Bar.

Adrian Frei ist überzeugt, dass die Lavish-Party ein Erfolg wird. «Man ist weggekommen, für die grossen Ereignisse nach Zürich oder sonstwohin zu fahren. Lieber feiert man mit Freunden in der Region oder gar in der eigenen Ortschaft. Hinzu komme die gute Verkehrsanbindung Amriswils, und dass das Pentorama gut zu Fuss erreichbar sei. Und schliesslich gebe es im Oberthurgau keine vergleichbare Party.