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AMRISWIL: Weniger Rendite, mehr Freude

Die Stadt hat Musiker Gabriel Estarellas Pascual mit dem Amriswiler Kulturpreis ausgezeichnet, den Anerkennungspreis haben Monika und Urs Laib bekommen.
Barbara Hettich
Gross ist die Freude über die Anerkennung. Die Preisträger Urs Laib, Gabriel Estarellas Pascual und Monika Laib. (Bild: Barbara Hettich)

Gross ist die Freude über die Anerkennung. Die Preisträger Urs Laib, Gabriel Estarellas Pascual und Monika Laib. (Bild: Barbara Hettich)

AMRISWIL. Welche Bedeutung der Amriswiler Kulturpreis für den Ausnahmemusiker Gabriel Estarellas Pascual hat, zeigte sich eindrücklich an der Verleihungsfeier am Dienstagabend im Kulturforum. Dem Violonisten und Dirigenten blieben bei der Übergabe des Kulturpreises buchstäblich die Worte vor Rührung im Hals stecken. Sehr emotional sei es auch zu- und hergegangen, als die Kulturkommission ihm mitgeteilt habe, dass er den Kulturpreis 2016 erhalte, erzählte Andreas Müller, Kulturbeauftragter von Amriswil und Moderator des Abends. Zu sehen ist dies in einem Videoclip auf Youtube oder unter www.lebenmitkultur.ch.

Seit fünf Jahren wohnt Gabriel Estarellas Pascual mit der Familie in seiner Wahlheimat Amriswil. Die Liebe hat den gebürtigen Spanier in die Schweiz geführt. Der Violinist unterrichtet an verschiedenen Schulen im Thurgau, dirigiert das Thurgauer Jugendorchester und gibt mit dem Estarellas-Quartett im In- und Ausland Konzerte.

Spagat zwischen Hobby- und Berufsmusikern

Im 2013 hat er den Kulturförderpreis des Kantons Thurgau erhalten, jetzt den Amriswiler Kulturpreis. Gabriel Estarellas Pascual sei ein musikalischer Überflieger, sagte Andreas Schweizer, Musikschulleiter und Präsident des Jugendorchesters, in seiner Laudatio. Er habe eine besondere Begabung, zu wissen, wie ein Werk zu klingen habe, und schaffe den Spagat zwischen Solisten und Orchester, Hobby- und Berufsmusikern – und dies mit Humor und südlichem Temperament.

Dies führte Gabriel Estarellas Pascual dem Publikum eindrücklich vor Augen. Mit dem Jugendorchester Thurgau sorgte er für die musikalische Umrahmung, dirigierte vom ersten Takt an mit grosser Intension; und gefühlvoll spielten –oder besser – musizierten die jungen Streicherinnen und Streicher Werke von Telemann bis Anderson. Seit zehn Jahren verleiht die Stadt Amriswil alle zwei Jahre den mit 5000 Franken dotierten Kulturpreis. «Kultur zeichnet Amriswil aus, Amriswil wird wahrgenommen», sagte Madeleine Rickenbach, Stadträtin und Präsidentin der Kulturkommission. Sich kulturell zu engagieren, brauche Mut und Phantasie. Sie sei stolz auf die vielen kreativen Menschen, die in Amriswil leben.

Mitarbeiterinnen jäten ohne Murren

Den Anerkennungspreis 2016 überreichte sie Monika und Urs Laib: Sie Floristin – mit Blumengeschäft in Amriswil und St. Gallen – er Architekt. Gemeinsam haben sie die Villa Roth an der Bahnhofstrasse aus dem 20jährigen Dornröschenschlaf geholt, die Jugendstilvilla einer fachkundigen Restaurierung unterzogen und den mit Gestrüpp überwucherten Park in einen blühenden, der Öffentlichkeit zugänglichen Garten verwandelt. «Monika und Urs Laib pflegen und erhalten Begegnungs- und Lebensräume», würdigte Philipp Müller in seiner Laudatio die Verdienste des Ehepaars, dessen Lebensmotto sei: «Es ist die Begegnung mit Menschen, die das Leben lebenswert machen.»

«Die grösste Anerkennung ist, wenn Menschen in den Garten kommen», sagte Urs Laib und dankte insbesondere der Denkmalpflege für den grossartigen Support. Monika Laib dankte ihren Mitarbeitern, die jeweils ohne Murren den Garten jäten. Nicht im Glück liege die Freude, sondern in der Freude das Glück, sagte sie. Ein blühender Garten rentiere zwar nicht wie eine Überbauung, könne dafür aber so viel Freude bereiten – und dies mitten in Amriswil.

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