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AMRISWIL: «Was er macht, ist hohe Kunst»

Der pensionierte Lehrer Koni Huber beherrscht das alte Handwerk Klöppeln. Am Museumssonntag zeigte er im Bohlenständerhaus, wie aus einfachen Fäden feine Spitzen gemacht werden.
Claudia Tschan
Geduldig zeigt Koni Huber der siebenjährigen Svenja Wegmüller, wie man klöppelt. (Bild: Claudia Tschan)

Geduldig zeigt Koni Huber der siebenjährigen Svenja Wegmüller, wie man klöppelt. (Bild: Claudia Tschan)

AMRISWIL. In der Stube des Bohlenständerhauses herrscht hoher Besucherandrang. Koni Huber zeigt, wie man klöppelt. Auf dem Tisch liegen drei Klöppelkissen mit verschiedenen Mustern. Eines davon bearbeitet Koni Huber gerade.

Rund um den Tisch stehen viele Besucher jeden Alters und schauen fasziniert zu. Unter ihnen ist auch Svenja Wegmüller aus Sitterdorf. Auf die Frage, ob sie probieren wolle zu klöppeln, antwortet sie mit Ja und geht eifrig ans Klöppelkissen, um es auszuprobieren. Die Siebenjährige klöppelt zum ersten Mal, würde es aber gerne wieder machen.

Fast ausgestorben

Besucherin Elisabeth Eigenmann aus Tägerwilen weiss viel über das Klöppeln zu erzählen. Eine Zeitlang sei es fast ausgestorben gewesen. Jetzt komme es wieder mehr in Mode. In der Ostschweiz war Steckborn die Hochburg des Klöppelns. Elisabeth Eigenmann hat früher auch geklöppelt, obwohl sie nicht gerne Handarbeiten machte. Der Reiz herauszufinden, ob sie es kann, war grösser als die Abneigung gegen Handarbeit, erzählt Elisabeth Eigenmann lächelnd. Ausserdem lobt sie die Arbeit von Koni Huber: «Das ist ganz hohe Kunst, was er da macht.»

Das Interesse der überdurchschnittlich vielen Besucher im Bohlenständerhaus ist weiterhin gross. Spitzen in Bilderrahmen sowie auf Klöppelkissen werden bewundert und es werden Fragen gestellt.

Sich selber beigebracht

Koni Huber hat 1978 bei seiner Schwester das Klöppeln entdeckt. Nach vielen Stunden Zuschauen hat er sich sein erstes Neuenburger Klöppelkissen gekauft. Daraufhin hat er es sich selbst beigebracht. Für Koni Huber lag die Faszination bei verschiedenen Faktoren. So zum Beispiel die geraden Fäden, mit denen man arbeitet und dabei anfangs nicht sieht, was beim Klöppeln herauskommt. Oder die vielen «Gufen», welche man benötigt. «Wenn die alle entfernt werden, kommt das Ergebnis vieler Stunden Arbeit zum Vorschein.»

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