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AMRISWIL: Vom Himmel aus sichtbar

Eine schlichte Platzgestaltung mit grosser Ausstrahlung: Die Verbindung zwischen dem Migros-Neubau und dem Amriville wird an die Vergangenheit der einstigen Textilhochburg erinnern. Granit aus der Schweiz wird zum überdimensionalen Stoffmuster.
Rita Kohn
Unternehmer Hermann Hess, Urs Bleuer (Migros), Künstler Daniel Schlaepfer und Architekt Renaud Pidoux auf dem Muster. (Bild: Donato Caspari)

Unternehmer Hermann Hess, Urs Bleuer (Migros), Künstler Daniel Schlaepfer und Architekt Renaud Pidoux auf dem Muster. (Bild: Donato Caspari)

Rita Kohn

rita.kohn@thurgauerzeitung.ch

Für den kunstaffinen Unternehmer Hermann Hess war klar: Wenn der Platz vor seinem Einkaufszentrum Amriville neu gestaltet wird, soll das unter Einbezug von Kultur sein. Fünf Künstler haben die Chance bekommen, im Rahmen eines Wettbewerbs Vorschläge zu machen. Die Jury überzeugt hat schliesslich Daniel Schlaepfer aus dem Kanton Waadt. Er hat sich intensiv mit der Geschichte des Ortes auseinandergesetzt, den sein künftiges Kunstwerk bereichern soll.

Zusammen mit dem Architekten Renaud Pidoux hat Daniel Schlaepfer das Stoffmuster «Pied-de-Coq» in ein Gestaltungselement aus Stein umgesetzt. Ursprünglich seien einzelne Zellen mit dem Muster geplant gewesen, sagt der Künstler bei der Projektvorstellung. Doch die Idee, die der Jury so gut gefallen hat, ist gewachsen, hat sich zu einem Projekt entwickelt. Nicht nur einzelne Bereiche, der ganze Platz zwischen der künftigen Migros und dem Amriville soll mit dem Muster gestaltet werden.

Sichtbar gemacht wird das Muster durch zwei unterschiedliche Steinarten, die aber beide aus der Schweiz stammen. «Wir werden keine China-Ware verlegen», betont Unternehmer Hermann Hess. Granit aus Vals und vom San Bernhardino werden auf den 1200 Quadratmetern des Platzes zu einem Muster, das einst die edlen Kleidungsstücke aus dem Hause Hess prägte. Nicht immer kann aber das Muster gleich erkannt werden: Je nach Lichtverhältnissen scheinen die beiden Granitsteine verschieden oder sehr ähnlich. «Auf jeden Fall ist dieses Kunstwerk Google-Earth tauglich», sagt Hermann Hess mit einem Lachen. Denn richtig zur Geltung kommt es von oben. «Mann wird das Muster noch aus grosser Höhe erkennen.» Das Projekt gefiel auch der Migros, wie Projektleiter Urs Bleuer bestätigt.

Eine Fortsetzung bis zur Bahnhofstrasse

Was derzeit auf den Verbindungsplatz beschränkt scheint, könnte grössere Dimensionen annehmen. Denn das Muster würde sich eignen, eine Verbindung zwischen dem Komplex an der Kirchstrasse und den Ladenzeilen an der Bahnhofstrasse zu schaffen. «Ich bin begeistert», sagt Stadtpräsident Martin Salvisberg, ohne aber schon zu viel zu versprechen, was die spätere Verbindung anbelangt. Dass die Stadt einem solchen Projekt nicht abgeneigt ist, kommt aber klar zum Ausdruck. Zumal Hermann Hess in Aussicht stellt, sich an den Kosten dafür zu beteiligen. Die Kosten für den Mehraufwand bei der Platzgestaltung, die das Kunstwerk mit sich bringt, wird die Hess Investment tragen. Das dürfte rund 150000 Franken ausmachen.

Für Daniel Schlaepfer ist es ein besonderer Moment, dass er den Platz in Amriswil gestalten kann. Als kleiner Junge sei er hin und wieder in Erlen in den Ferien gewesen. Er habe also eine Verbindung zu dieser Region.

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