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AMRISWIL: Verträumt, verrückt, verspielt

Das Ensemble SaltoCello präsentierte am vergangenen Sonntag in der katholischen Kirche ein Streichkonzert auf höchstem Niveau.
Die sieben Cellisten Charlotte Wieser, Samuel Niederhauser, Nadja Reich, Korbinian Bubenzer, Hyazintha Andrej, Silvan Sterki und Paul Handschke spielen in der katholischen Kirche Amriswil. (Bild: Barbara Hettich)

Die sieben Cellisten Charlotte Wieser, Samuel Niederhauser, Nadja Reich, Korbinian Bubenzer, Hyazintha Andrej, Silvan Sterki und Paul Handschke spielen in der katholischen Kirche Amriswil. (Bild: Barbara Hettich)

Wenn sieben Cellisten auf der Bühne stehen, dann tönt dies wie ein ganzes Streichorchester. Insbesondere wenn diese Cellisten ihr Instrument meisterhaft beherrschen, wie dies die sieben Musikstudenten der Zürcher Hochschule der Künste tun. Unter der künstlerischen Leitung ihres Dozenten Thomas Grossenbacher musizierte das Ensemble SaltoCello auf Einladung der «Amriswiler Konzerte» in der katholischen Kirche und füllte das Kirchenschiff mit teils ungewöhnlichen Klängen.

Eigentlich hätte das Konzert gemäss Programmheft im Kirchgemeindehaus Amriswil stattfinden sollen. Da am Sonntag aber die Fasnächtler vor dem Pentorama ihre «Usgugete» veranstalteten, hatten die Organisatoren wohlweislich beschlossen, das Konzert in die katholische Kirche zu verlegen. Sie scheuten dabei keinen Aufwand und liessen vor dem Altar eine Bühne aufbauen, damit die Konzertbesucher auch die leisen Töne mitbekamen.

Alle haben Potenzial zum grossen Solo-Cellisten

Der Aufwand hat sich gelohnt, unter dem Titel «verträumt – verspielt – verrückt», spielten die sieben Cellisten ausdrucksstark und virtuos, harmonisch und in sich stimmig. Im Vorspiel zum 3. Akt von Wagners Tristan wechselten sie sich mit meisterhafter Leichtigkeit bei der Stimmführung ab. «SaltoCello» das sind aktuell Hyazintha Andrej, Korbinian Bubenzer, Paul Handschke, Samuel Niederhäuser, Nadja Reich, Silvan Sterki und Charlotte Wieser. Diese Namen sollte man sich merken, denn am Sonntag zeigten sie, dass jeder und jede das Potenzial zum grossen Solo Cellisten hat.

Kobinian Bubenzer und Hyanzintha Andrej holten mit ihren Solostücken des zeitgenössischen Komponisten David Philip Hefti die verrücktesten Töne hervor, bearbeiteten unter Zungen- schnalzen und trommelnd die Saiten mit ihrem Bogen abwechselnd auch mal von unten. Ganz leise und sich wiederholende, suchende Töne präsentierte Nadja Reich mit einem Stück von György Kurtag, während Charlotte Wieser und Paul Handschke sich in den Duos für zwei Celli von Reinhold Glière die Melodien zuspielten. Tolle Melodien, ausdrucksstark gespielt, präsentierte das Quartett Paul Handschke, Nadja Reich, Kobinian Bubenzer und Samuel Niederhauser das Cellokonzert von Camille Sain-Saëns. Mit Wagners Preislied aus «Die Meistersinger von Nürnberg» setzten die sieben Cellisten einen gemeinsamen glanzvollen Schlusspunkt.

Für den lang anhaltenden Applaus belohnten sie das Publikum mit zwei humoresken Stücken bekannter klassischer Melodien.

Barbara Hettich

amriswil@thurgauerzeitung.ch

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