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AMRISWIL: Verschwindibus fährt nach Bern

Das fahrende Kleintheater aus dem Oberthurgau hat von sich reden gemacht. Nun steht ein Engagement in der Bundeshauptstadt an. Für die Macher eine Bestätigung ihrer Arbeit.
Rita Kohn
Historische Kostüme, eine Geschichte, die im Jahr 1917 spielt, und ein Postauto gehören zum Theaterprojekt Verschwindibus. (Bild: PD)

Historische Kostüme, eine Geschichte, die im Jahr 1917 spielt, und ein Postauto gehören zum Theaterprojekt Verschwindibus. (Bild: PD)

Rita Kohn

rita.kohn

@thurgauerzeitung.ch

«Wir hoffen, dass die Idee Anklang findet.» Was Andreas Müller und Florian Rexer noch vor ein paar Wochen bangen liess, hat sich längst als Erfolgsgeschichte erwiesen. Das Projekt Verschwindibus, ein fahrendes Kleintheater im Postauto, ist erfolgreicher, als es sich die beiden Initianten erträumten.

«Wir werden am 12. Januar in Bern auftreten», kündigt Andreas Müller an. Der Erfolg habe sich bis in die Bundeshauptstadt herum gesprochen. Seinen typischen Thurgauer Dialekt sieht der einstige Fernsehjournalist und heutige Kulturbeauftragte der Stadt Amriswil nicht als Hindernis. «Wenn nötig, spreche ich meinen Text in Schriftdeutsch», sagt er lachend.

Auch im Thurgau ist das Theater gefragt

Sechs öffentliche Vorstellungen waren bisher zu erleben, dazu eine geschlossene für eine Firma. Immer war das Echo ausgesprochen positiv. Der einzige «Makel»: Die Besucherinnen und Besucher waren zum Ende der Vorstellung noch gar nicht bereit, aus der Vergangenheit wieder in die Gegenwart zurückzukehren. Das Spiel des Ensembles war so überzeugend, dass das Publikum sich völlig darin verlieren konnte. «Besonders von einzelnen Effekten, wie etwa, wenn die Kinder zu Erwachsenen werden, waren die Leute begeistert.»

Mit einem Schmunzeln erzählen Andreas Müller und Florian Rexer von einzelnen Situationen, in denen das Theater bei Passanten für Verwirrung sorgte. So etwa in Weinfelden, als ein Herr zu Hilfe eilen wollte, weil der verzweifelte Liebhaber an die Scheibe des Postautos hämmerte. «Wir haben jeweils die Polizei vor Ort über unsere Vorstellungen informiert, falls es eine Meldung von aufmerksamen Passanten gibt», sagt Andreas Müller. Florian Rexer erzählt, dass er sich zusammen mit einer der Schauspielerinnen in den alten Kostümen in der Polizeiwache Weinfelden kurzzeitig aufwärmen wollte, bis der Bus kommt und für manchen irritierten Blick sorgte.

Diese Einbettung in den normalen Alltag einer Stadt ist denn auch die grösste Herausforderung, die das Ensemble zu bewältigen hat. Es kann immer wieder zu unerwarteten Szenen kommen, auf die die Schauspieler kreativ reagieren müssen.

Nächstes Jahr wird Verschwindibus im Thurgau, mindestens in den Städten Amriswil, Arbon, Bischofszell, Frauenfeld und Weinfelden, gespielt.

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