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AMRISWIL: «Unser Internet ist schneller»

Am Dienstag stellte die Regio Energie Amriswil ihren ersten Geschäftsbericht als öffentlich-rechtliche Anstalt vor. Die ehemaligen Technischen Gemeindebetriebe wollen sich kundennah und mit einem frischen Auftritt präsentieren.
Manuel Nagel
Karl Spiess, Vorsitzender der Geschäftsleitung, und Verwaltungsratspräsident Allen Fuchs präsentieren den Parteivertretern Peter Bachmann (SP), Sandra Reinhart (Freie Gruppe) und Felix Würth (SVP) den ersten Geschäftsbericht der Regio Energie Amriswil. (Bild: Manuel Nagel)

Karl Spiess, Vorsitzender der Geschäftsleitung, und Verwaltungsratspräsident Allen Fuchs präsentieren den Parteivertretern Peter Bachmann (SP), Sandra Reinhart (Freie Gruppe) und Felix Würth (SVP) den ersten Geschäftsbericht der Regio Energie Amriswil. (Bild: Manuel Nagel)

AMRISWIL. Die gute Nachricht vorneweg: Amriswiler und Amriswilerinnen bezahlen seit Beginn des Jahr 2016 weniger für ihren Strom.

Die Regio Energie Amriswil (REA) erzielte im vergangenen Jahr mehr Gewinn, doch dieser kam vor allem deshalb zustande, weil sie bereits die neuen Amortisationsgrundregeln angewandt hatte und somit Amortisationen über einen realistischeren Zeitraum abgeschrieben werden.

Neue Amortisationspraxis

«Früher hatte man Anlagen nach zehn Jahren abgeschrieben, obwohl deren Lebensdauer 30 Jahre oder länger beträgt», erklärte REA-Verwaltungsratspräsident Allen Fuchs. Das habe zur Folge gehabt, dass man nach zehn Jahren abgeschriebene Anlagen hatte, die aber noch längstens dienten. Dank der neuen Praxis weist die REA nun einen Gewinn aus.

«Die Frage stellt sich natürlich, was wir mit diesem Gewinn anstellen», sagte Fuchs. Man hätte den Gewinn den Kunden zurückgeben können, oder aber man bildet mehr Eigenkapital, um Ersatzinvestitionen tätigen zu können. Letzteres habe man bei dieser Rechnung gemacht.

Eine Million Schulden abgebaut

«In Anbetracht der Schuldenlage halten wir es für wichtig, dass das Eigenkapital noch etwas geäufnet wird. Das ist wichtig für die Selbständigkeit der REA», gab Fuchs Einblick in die strategischen Überlegungen des Verwaltungsrates.

«So konnten wir einen ersten Schritt machen und die Schulden bei der Stadt um rund eine Million reduzieren.»

Stadtrat empfiehlt Annahme

Den Geschäftsbericht wollte man für die Stimmbürger lesbar, verständlich und transparent gestalten, sagte Allen Fuchs. Da man aber im Wettbewerb stehe, könne die REA auch nicht alle Details offenlegen. Die Geschäfts- und Rechnungsprüfungskommission (GPRK) hatte jedoch Einsicht in sämtliche Unterlagen und weder von ihr noch von der Revisionsstelle gibt es Vorbehalte zur Annahme des Geschäftsberichts. Ebenso hat der Stadtrat die Rechnung geprüft und empfiehlt den Stimmbürgern, den Geschäftsbericht und die Jahresrechnung zu genehmigen. Auch von den anwesenden Parteivertretern gab es für den neuen, frischen Auftritt und die Transparenz positive Signale.

Grosskunden springen ab

Geschäftsführer Karl Spiess erklärte den Anwesenden, dass sie Netz und Energie auf Geheiss der ElCom (Eidgenössische Elektrizitätskommission) trennen mussten und ihr auch die Tarife jedes Jahr vorlegen müssen. Die REA könne deshalb nicht einfach nach Belieben den Stromtarif festlegen, sondern muss dem Vergleich mit anderen Anbietern standhalten. Da habe auch der Stadtrat nichts mehr zu sagen. Seit der Strommarktliberalisierung werde es zudem je länger je schwieriger, Grosskunden mit Strom zu beliefern. Die einen würden noch Strom von der REA beziehen, andere jedoch würden für sämtliche Filialen schweizweit einkaufen und stets den günstigsten Anbieter auswählen.

Man müsse bei solchen Firmen quasi zu Geschenken bereit sein, verrät Allen Fuchs, und das sei die REA natürlich nicht.

Glasfaser schneller als Kupfer

Diese Ausfälle versucht die REA mit Produkten wie Solarstrom aufzufangen. Die Marge sei zwar sehr klein, aber man wolle den Amriswilern auch Amriswiler Solarstrom anbieten.

Auch im Bereich Telekommunikation will die REA ihre Produkte offensiver bewerben und das Kabelnetz mit oder ohne upc vermarkten. Man wolle so der Swisscom Paroli bieten.

«Wir stellen fest, dass viele gar nicht realisieren, dass sie einen Hausanschluss haben, welcher der schnellste und zuverlässigste ist», sagt auch Allen Fuchs. «Wir müssen uns besser verkaufen und den Kunden klarmachen, dass wir in diesem Bereich besser als die Swisscom sind.»

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