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AMRISWIL: Stefan Koster will Stadtpräsident werden

Die SVP eröffnet das Rennen um das Stadtpräsidium und stellt ihren Kandidaten vor. Die Kandidatur des gebürtigen Oberaachers wird Ende März durch die Mitgliederversammlung bestätigt.
SVP-Ortsparteipräsident Felix Würth und SVP-Stadtrat Stefan Koster, der Stadtpräsident von Amriswil werden möchte, bei der Nomination im Schloss Hagenwil. (Bild: Manuel Nagel)

SVP-Ortsparteipräsident Felix Würth und SVP-Stadtrat Stefan Koster, der Stadtpräsident von Amriswil werden möchte, bei der Nomination im Schloss Hagenwil. (Bild: Manuel Nagel)


Er ist ein Einheimischer, kennt die Geschäfte des Stadtrats aus langjähriger Erfahrung und ist im richtigen Alter: Stefan Koster will die Nachfolge von Stadtpräsident Martin Salvisberg antreten. Gefallen ist der Entscheid erst vor kurzem. Vor zwei Jahren habe er sich das noch nicht vorstellen können, sagt der Landwirt aus Oberaach. Der Vorstand wird Koster Ende März von der Mitgliederversammlung der SVP bestätigen lassen. Doch schon jetzt hält SVP-Präsident Felix Würth fest: "Wir sind sehr stolz, ein Amriswiler Urgestein als Kandidaten präsentieren zu können."



Da sich der Rücktritt von Martin Salvisberg aus Altersgründen abzeichnete, hat eine Findungskommission unter dem Vorsitz von Stadträtin Daniela Di Nicola bereits vor zwei Jahren ihre Arbeit aufgenommen. Die Vorgaben waren klar: Es musste ein Kandidat aus Amriswil sein, möglichst im Alter von 45 bis 55 Jahren, der gut vernetzt ist und bereit wäre, den bisherigen politischen Konsens weiterzuführen. "Für uns war klar, dass wir auch unsere Stadträte in diesen Prozess einbeziehen", sagt Felix Würth.

Der ideale Zeitpunkt für einen Wechsel

Für Stefan Koster kommt die Wahl zu einem idealen Zeitpunkt. Vor einigen Monaten ist sein Sohn als Nachfolger auf dem grossen Bauernhof in Oberaach in den Betrieb eingestiegen. "Ich habe mich darauf gefreut, den Hof noch einige Zeit zusammen mit ihm zu bewirtschaften", sagt Stefan Koster. Er sei aber überzeugt, dass der Betrieb in guten Händen sei. Um sich langsam zurückzuziehen ist der Landwirt derzeit dabei, Ausschau nach einer neuen Wohnung zu halten, damit der Platz auf dem Hof dem Sohn überlassen werden kann. Ob er ins Zentrum zieht oder in Oberaach bleiben wird, weiss Stefan Koster noch nicht.

Die Familie steht denn auch hinter der Kandidatur für das Stadtpräsidium. Dem fünffachen Vater – das jüngste Kind ist 16 Jahre alt – ist das sehr wichtig. "Ohne den Rückhalt meiner Familie hätte ich diesen Schritt nicht gemacht." Vom Entscheid der SVP, ihn als offiziellen Kandidaten zu portieren, fühle er sich geehrt, er habe aber auch Respekt vor der grossen Aufgabe.

Für Stefan Koster ist das Stadtpräsidium eine ganz neue Dimension. In den elf Jahren seit seiner Wahl in den Stadtrat hat er sich vor allem im Hintergrund engagiert, an die Öffentlichkeit trat er eher selten. Er ist sich jedoch bewusst, dass ein Stadtpräsident häufiger an Front steht. Damit könne er umgehen, versichert er. In seiner Funktion als für den Bereich Sport zuständige Stadtrat hatte Stefan Koster in den letzten Jahren mehrere Knacknüsse zu bewältigen: Der Bau einer zweiten Sporthalle und das neue Garderobengebäude auf dem Sportplatz brachten nicht nur positive Rückmeldungen. Als möglichen Boomerang sieht er die verschiedenen Schwierigkeiten rund um diese Projekte nicht. "Wenn man in der Politik ist und dabei ehrlich bleibt, ist es auch kein Problem, wenn etwas nicht so läuft, wie man es gerne hätte." Gerade im Bezug auf die neue Sporthalle sei der demokratische Prozess – ein erstes Projekt war in der Kreditabstimmung gescheitert – ein Gewinn für alle gewesen. Und auch das Garderobengebäude sei nun auf gutem Weg, versichert er.

"Jeder Mensch ist etwas anders"

Zum vierten Mal in Folge will die SVP Amriswil den Stadtpräsidenten stellen. Nach Ernst Bühler, Peter Kummer und Martin Salvisberg ist die Herausforderung an einen neuen Stadtpräsidenten gross. Stefan Koster ist sich dessen bewusst. Er scheut nicht davor zurück, in die Fussstapfen seiner Vorgänger zu treten, will aber dennoch seinen eigenen Weg gehen. "Jeder Mensch ist etwas anders", sagt er. Die Messlatte, die seine Vorgänger recht hoch gesteckt haben, sei für ihn keine Belastung, aber durchaus eine Herausforderung.

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