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AMRISWIL: Stabilität, Sicherheit und Perspektiven

Gäste, Bewohner, Mitarbeiter und Angehörige des Hauses ABA nahmen am Freitag im evangelischen Kirchgemeindehaus an der Weihnachtsfeier mit Jahresrückblick, Theater, ABA-Chor und musikalischer Einstimmung teil.
Trudi Krieg
Mitarbeiter des ABA führen an der Jahresschlussfeier ihr Weihnachtstheaterstück auf. (Bild: Trudi Krieg)

Mitarbeiter des ABA führen an der Jahresschlussfeier ihr Weihnachtstheaterstück auf. (Bild: Trudi Krieg)

Ein grosser Christbaum, mit roten Sternen und weissen Kerzen geschmückt und warmes Licht verbreiteten Weihnachtsstimmung im voll besetzten Kirchgemeindesaal. Andächtig lauschten alle, als Alisha Jüni mit ihrer gefühlvollen Stimme Weihnachtslieder sang und sich dabei am Flügel begleitete. Das ABA, ein Haus für betreutes Wohnen, Lernen und Arbeiten, feiert 2018 sein 90-jähriges Bestehen.

Geschäftsleiter Daniel Brunner zeigte den Besuchern der Jahresschlussfeier die Werte, Haltung und Aufgaben des ABA auf: «Betreute sollen ein gutes, möglichst selbstbestimmtes Leben führen können.» Im Wohnheimalltag finde das Leben statt, mit Produktionsdruck, Konflikten unter Bewohnern. Meinungsverschiedenheiten am Arbeitsplatz, aber auch mit Erfolg, Spass, Liebe und Erfüllung. «Wir schaffen Stabilität, Sicherheit ermöglichen Perspektiven», und in die Aus- und Weiterbildung der Betreuenden werde viel Zeit investiert, um die Leitbildziele zu erreichen.

Die Weihnachtsgesellschaft auf der Durchreise

Der ABA Chor sang unter der Leitung von Marina Martin das Lied vom kleinen Trommler, Barapapa Bam. Rassig ging es weiter mit «Hey man» – und auch die Besucher stimmten mit ein.

Unter der Regie von Daniel und Roland Rossi führten ABA Mitarbeitende ein Theaterstück auf. Jede und jeder lebte seine Rolle auf eigene Art. Die Schauspieler freuten sich ebenso über ihren Auftritt wie das Publikum. Als Fest der Händler und Seelenfänger tat Herr Hässig das ganze Getue um Weihnachten verächtlich ab. Mögen seine Frau und die Töchter zur Weihnachtsfeier in die Kirche gehen, er lehnte sich im Sessel daheim zurück – bis es an die Türe klopfte. Schon stand das fremde Paar mit dem Kind in der Stube und wollte sich aufwärmen, bis der Bus weiterfuhr.

Auch die Heiligen Drei Könige wurden vom GPS in Herr Hässigs Wohnzimmer geführt. Aufgeregt flatterte nach den Hirten auch noch das Engelchen herein. Es hatte niemanden vorgefunden bei den Schafen auf dem Feld und hätte doch die frohe Botschaft verkünden sollen. Brummend nahm Herr Hässig das Kind, welches ihm Maria in den Arm drückte, weil sie mal musste. Da geschah das Weihnachtswunder. Das Kind sah ihn an, als ob es ihn kennen würde. Die von der Weihnachtsfeier heimkehrenden Töchter freuten sich über die frohe Stimmung, die ihr Vater verbreitete. Nun kannte auch er den Sinn von Weihnachten.

Trudi Krieg

amriswil@thurgauerzeitung.ch

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