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AMRISWIL: Spickzettel sind von grossem Wert

Das Schulmuseum Mühlebach zeigt zahlreiche Objekte aus der Schulvergangenheit. Um das zu ermöglichen, macht sich das Museum fit für die Zukunft. Von dieser Digitalisierung profitieren viele.
Manuel Nagel
Dominik Joos (r.) zeigt Museumsleiter Hans Weber und Alfons Bieger, dem Leiter der Sammlung, die neugestaltete Webseite. (Bild: Manuel Nagel)

Dominik Joos (r.) zeigt Museumsleiter Hans Weber und Alfons Bieger, dem Leiter der Sammlung, die neugestaltete Webseite. (Bild: Manuel Nagel)

Manuel Nagel

manuel.nagel@thurgauerzeitung.ch

«Wir sind eine junge Sammlung, aber das war auch unsere Chance, von Anfang an alles richtig zu machen», sagt Alfons Bieger. Als Leiter der Sammlung des Schulmuseums ist er Herr über Zigtausende Objekte, vom alten Schulbank über das Tintenfass bis hin zu Schulbüchern. «Selbst Spickzettel sind für uns interessant», sagt Bieger und sensibilisiert so die Öffentlichkeit, dass selbst vermeintlich unbedeutende Gegenstände aus der Schulzeit für das Schulmuseum Mühlebach von grossem Wert sein können.

Rund 13 000 dieser Objekte hat Bieger mit seinem Team mittlerweile katalogisiert – und zwar digital in einer Datenbank, mit Fotos und weiteren Informationen. «Auch wenn wir ein kleines Museum sind und deswegen nicht selten unterschätzt werden, so sind wir im Bereich IT auf Topniveau», sagt Hans Weber, der das Schulmuseum leitet. Projektleiter dieser Digitalisierung ist Dominik Joos. Aktuell arbeitet er daran, den Katalog mit den vielen Gegenständen mit anderen Museen der Schweiz zu vernetzen und so einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.

«Das ist auch unser Auftrag», meint Alfons Bieger. Dafür bekämen die Museen auch öffentliche Gelder. Leider sei der Platz beschränkt, so dass man nicht alle Objekte in Mühlebach zeigen könne. «Einige sind enttäuscht, dass ihr Gegenstand, den sie uns gebracht haben, nicht im Schulmuseum ausgestellt wird», sagt Bieger. Mit dem digitalen Katalog auf der Webseite (siehe Kasten) könne man hingegen sämtliche Objekte präsentieren.

Dreifacher Nutzen einer digitalen Datenbank

Diese Datenbank ist jedoch nicht nur ein Gewinn für Interessierte, die in der Vergangenheit schwelgen wollen. Für Museen ist sie ebenfalls sehr hilfreich. Es sei ein dreifacher Nutzen, führt Bieger aus. «Nebst Amriswil haben wir auch Lagerstandorte in Erlen, Bürglen und Kreuzlingen. Um dezentral Objekte zu erfassen, ist eine Datenbank im Internet von grossem Vorteil», meint Bieger. Zudem vereinfache es den Austausch mit anderen Museen, wie etwa dem Schulmuseum in Bern. Die Mitarbeiter dort können so von der Arbeit der Kollegen in Mühlebach profitieren und gewisse Datensätze derselben Objekte einfach übernehmen. Doch eigentlich wolle man sich absprechen und spezialisieren, so dass in Bern und in Amriswil nicht zweimal dasselbe zu sehen ist.

Den dritten Vorteil sieht Bieger für die wissenschaftliche Recherche von Studenten, welche Arbeiten schreiben und so zielgerichtet zu den gewünschten Informationen kommen, ohne lange im Archiv und in den Lagern suchen zu müssen. Ein ausgewählter Teil ist öffentlich. Wer Zugang zur gesamten Datenbank haben möchte, kann dies jedoch beim Schulmuseum beantragen.

Im Zuge dieser fortgeschrittenen Digitalisierung des Bestandes hat das Schulmuseum auch die Webseite neu gestaltet. Nun ist es für Schulklassen und andere Besucher einfacher, eine ­Exkursion zu organisieren und ­einen Termin zu reservieren. Selbst einen kleinen Onlineshop betreibt das Schulmuseum nun.

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