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AMRISWIL: Sein oder Nichtsein

Seit Oktober übten Schüler der Volksschulgemeinde in einem Freifachkurs das Theaterspielen. Kursleiter Florian Rexer ist voll des Lobes über den Nachwuchs.
Manuel Nagel
Auf der Bühne der Turnhalle Sommeri führen die Schülerinnen und Schüler des Freifachkurses vor, was sie gelernt haben. (Bild: Manuel Nagel)

Auf der Bühne der Turnhalle Sommeri führen die Schülerinnen und Schüler des Freifachkurses vor, was sie gelernt haben. (Bild: Manuel Nagel)

Manuel Nagel

manuel.nagel@thurgauerzeitung.ch

Es war Premiere und Derniere zugleich, an diesem frühen Donnerstagabend. «Der Donnerstag war immer das Highlight der Woche», erzählt Eveline Rodriguez. Gleich beide Söhne, der neunjährige Mailo und der zwölfjährige Pacificio, meldeten sich für das Freifach Theater an, welches die Volksschulgemeinde Amriswil-Hefenhofen-Sommeri letzten Oktober startete.

Als Leiter konnte Schauspieler und Regisseur Florian Rexer gewonnen werden, der sich mit Hanneke Alefsen sogleich Verstärkung mit ins Boot geholt hat. Rexer entdeckte einst das Talent der Kantonsschülerin Alefsen, die nun seit über zwei Jahren auch zum Ensemble der Schlossfestspiele in Hagenwil gehört.

Auf so eine Karriere hofft auch Pacificio Rodriguez. Der Sechstklässler fand Spass an der Schauspielerei und ist enttäuscht, dass der Freifachkurs ein Ende gefunden hat. Doch Florian Rexer habe der Truppe versprochen, dass er sich an die Teilnehmer des Kurses wende, sollte er Bedarf an jungen Schauspielern für eine seiner Produktionen haben.

Der Profi zeigt sich insbesondere von der Leidenschaft und der Disziplin seiner Schülerinnen und Schüler beeindruckt. Während des ganzen Freifachkurses habe kein Kind auch nur ein einziges Mal gefehlt. «Es waren immer alle da. Jeden Donnerstag.»

Kinder haben Stück selbst entwickelt

Er habe den Kindern die Grundlagen vermittelt und sie gefragt, was denn alles in die Abschlussvorstellung hinein solle. «Sie wollten sowohl griechisches Theater, Maskentheater wie bei der Commedia dell’arte, Shakespeare-Stücke und schliesslich auch noch modernes Tanztheater drin haben», sagt Rexer und lacht. Heraus kam eine 25-minütige Zeitreise durch die Geschichte des Theaters, die es so noch nicht gegeben hat. «Die Kinder haben das Stück selber mitentwickelt», sagt Rexer. Auch eine der berühmtesten Theaterszenen, als Hamlet mit dem Schädel in der Hand «Sein oder Nichtsein» fragt, durfte dabei nicht fehlen.

Ob für das Freifach Theater im nächsten Schuljahr «Sein oder Nichtsein» gilt, steht noch nicht fest. Die Nachwuchsakteure hatten jedenfalls grossen Spass, mit den erfahrenen Schauspielern Rexer und Alefsen zu arbeiten und von ihnen zu lernen. Nach dem Applaus der Eltern für das Ensemble folgt deshalb ganz zum Schluss auch der Applaus der Kinder: «Danke für die schöne Theaterzeit» steht auf einem Plakat voller Schokoladeherzen, welches sie in die Höhe strecken.

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