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AMRISWIL: Rote Ampeln verlangen Kreativität

Verschwindibus ist zurück aus Bern. Das fahrende Kleintheater hat Erfahrungen mit den Bedingungen in einer grösseren Stadt gesammelt. Und viel Lob eingestrichen.
Rita Kohn
Am Bahnhof Bern steht das Ensemble nach dem Auftritt für den Applaus bereit. (Bild: PD)

Am Bahnhof Bern steht das Ensemble nach dem Auftritt für den Applaus bereit. (Bild: PD)

Rita Kohn

rita.kohn@thurgauerzeitung .ch

Nicht alles, was in Amriswil funktioniert, funktioniert auch in Bern: Diese Erfahrung musste das fahrende Kleintheater Verschwindibus vor ein paar Tagen in der Bundesstadt machen. Zu schaffen machte dem Ensemble jedoch nicht etwa die andere Mentalität der Bundesstädter, sondern der Verkehr. «Wir waren zu einer Zeit unterwegs, zu der wir immer wieder im Verkehr fest steckten», sagt Moderator Andreas Müller. Das sei eine rechte Herausforderung an alle gewesen. «Wir mussten improvisieren, damit die Zeit bis zum nächsten Ziel nicht zu lang wurde.»

Damit es keine Verständigungsprobleme gibt, hat auch Andreas Müller seinen Moderationstext in Deutsch gehalten. «Das Ensemble selber spielt ja auch in Schriftsprache, so war es stimmig, die Moderation anzupassen.» Allerdings, so ist Andreas Müller überzeugt, hätte das Berner Publikum auch eine Moderation in Thurgauer Dialekt verkraftet.

Optimal auf die Besucher eingehen

Eine Erkenntnis sei auch gewesen, dass sich geschlossene Gesellschaften ausgezeichnet als Publikum für diese Art Theater eignen. «Florian Rexer lief zu seiner Höchstform auf», erzählt Andreas Müller. Der Schauspieler habe sein Talent nutzen können, individuell auf die Leute einzugehen. «Das funktioniert natürlich besonders gut, wenn sich die Leute gegenseitig kennen.»

Entsprechend positiv ist das Echo der Berner Gäste auf die besondere Art des Theaters ausgefallen. Das Ensemble genoss den grossen Applaus für ihre Arbeit. Es war für alle ein Abenteuer, den Thurgau zu verlassen und das Stück in einer grossen Stadt aufzuführen. «Für die Kinder waren die Auftritte gut zu bewältigen», blickt Andreas Müller zurück. Seine Tochter Sophia spielt ebenfalls im Stück mit.

Nun bereitet sich das Ensemble auf die nächsten Aufführungen im Thurgau vor. Das gute Echo nach allen bisherigen Vorstellungen hat die Nachfrage nach Verschwindibus angekurbelt. Kapazität hätte das Kleintheater aber schon noch, versichert Andreas Müller. Vor allem auch für geschlossene Gesellschaften wie Firmenanlässe oder Jubiläen würde sich das Theater sehr gut eignen.

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