AMRISWIL: Raiffeisen wirtschaftet erfolgreich

536 Genossenschafterinnen und Genossenschafter nahmen am Freitagabend an der Generalversammlung der Raiffeisenbank Zihlschlacht-Muolen-Bischofszell im Amriswiler Pentorama teil.

Monika Wick
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Rolf Müller, Vorsitzender der Bankleitung, präsentiert die Jahreszahlen der Bank. (Bilder: Monika Wick)

Rolf Müller, Vorsitzender der Bankleitung, präsentiert die Jahreszahlen der Bank. (Bilder: Monika Wick)

Monika Wick

bischofszell@thurgauerzeitung.ch

«Sie sind heute Abend hierher­gekommen, um über die Zukunft Ihrer Bank mitzubestimmen», sagte Marcel Vontobel, Präsident des Verwaltungsrates der Raiffeisenbank Zihlschlacht-Muolen-Bischofszell. Tatsächlich haben sich von den 5216 Genossenschafterinnen und Genossenschaftern rund zehn Prozent zur Generalversammlung im Pentorama in Amriswil versammelt. «Trotz der düsteren Prognosen kann die Raiffeisenbank Zihlschlacht-Muolen-Bischofszell auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken», erklärte Marcel Vontobel, Präsident des Verwaltungsrates.

Rolf Müller, Vorsitzender der Bankleitung, nahm in seinem Bericht nur kurz Stellung zum guten und soliden Geschäftsjahr. «Bei den Ausleihungen liegen wir erstmals über 600 Millionen Franken, und bei den Kundengeldern verzeichnen wir einen markanten Zuwachs von 6,2 Prozent», stellte er fest. In seinen weiteren Ausführungen erläuterte Müller den Trend zur Digitalisierung und der damit verbundenen Angebote der Raiffeisenbank. Neben der Möglichkeit, eine Hypothek online abzuschliessen, können zukünftig auf Raiffeisencasa kostenlos Immobilien zum Verkauf oder zur Vermietung ausgeschrieben oder gesucht werden.

Die Jahresrechnung 2016 mit einer Bilanzsumme von knapp 667 Millionen Franken und einem Gewinn von rund 970 000 Franken wurde von der Versammlung einstimmig gutge­heissen. Ebenfalls gutgeheissen wurde die Verzinsung der Anteilscheine mit sechs Prozent.

Das Traktandum «Diverses» nutzte Rolf Müller, um über die verschiedenen Immobilien der Raiffeisenbank zu informieren. Er erklärte, dass sich die Kosten für den Bau des neuen Bankgebäudes in Bischofszell laut einer Prognose auf 7 150 000 Franken belaufen und somit 345 000 Franken unter dem Kostenvoranschlag liegen. 30 000 Franken teuer als erwartet ist dagegen die Renovation der «Villa» an der Steigstrasse 6 in Bischofszell prognostiziert. «Alle vier Wohnungen in der Villa konnten bereits vermietet werden», informierte Rolf Müller. Die alte Bankliegenschaft an der Steigstrasse 2 und 4 wurde für 908 000 Franken an die Molkerei Biedermann verkauft. Eine Auflage besagt, dass die Liegenschaft Steigstrasse 4 (ehemalige Tankstelle) abgebrochen werden muss. Die alte Bankliegenschaft an der Bernhauserstrasse 5 in Zihlschlacht wird für 1,1 Millionen Franken an die Politische Gemeinde Zihlschlacht-Sitterdorf verkauft, die das Gebäude zukünftig als Gemeindekanzlei nutzen wird. Die Raiffeisenbank wird aber weiterhin mit einem Sitzungszimmer und einem Bancomaten am alten Standort vertreten sein.