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AMRISWIL: Osterspringen setzt auf Sand

Einer der bedeutendsten Sportanlässe der Region geht neue Wege. Schon ab 2017 findet das traditionelle Springen nicht mehr auf der grünen Wiese statt.
Rita Kohn
OK-Mitglied Urs Himmelberger, Bauverwalter Manfred Wagner, OK-Präsident Stefan Kuhn, Stadtrat Stefan Koster und Stadtschreiber Roland Huser begutachten die Pläne für den mobilen Sandplatz. (Bild: Rita Kohn)

OK-Mitglied Urs Himmelberger, Bauverwalter Manfred Wagner, OK-Präsident Stefan Kuhn, Stadtrat Stefan Koster und Stadtschreiber Roland Huser begutachten die Pläne für den mobilen Sandplatz. (Bild: Rita Kohn)

Das Osterspringen 2017 findet zwar zum gewohnten Zeitpunkt statt, nicht aber auf dem gewohnten Platz. Erstmals soll für den Anlass ein mobiler Sandplatz aufgebaut werden. Mit dem Gedanken gespielt hat die Leitung des Osterspringens Amriswil bereits seit längerer Zeit. «Wir wurden aber letztlich von der allgemeinen Entwicklung überholt», gesteht OK-Präsident Stefan Kuhn ein. Eine Entwicklung, die ganz klar weg vom Springen auf der Wiese in Richtung Sandplatz führt. «Dieser Entwicklung müssen wir uns stellen, wenn wir für das Osterspringen eine Zukunft haben möchten», sagt Kuhn.

In den letzten Jahren sei nämlich das Startfeld am Osterspringen merklich kleiner geworden. Einige Sportler sind auf andere Turniere ausgewichen, die weniger vom Wetter abhängig sind. Gerade bei nasskalter Witterung ist das Springen auf der Wiese nicht ideal. Um Ausfällen wegen Verletzungen vorzubeugen, haben etliche Reiter auf einen Start mit ihren wertvollen Pferden verzichtet. «Ausserdem haben andere Veranstalter in letzter Zeit grosse Investitionen in ihre Infrastruktur getätigt, so dass die Konkurrenz grösser geworden ist.» Stefan Kuhn ist allerdings überzeugt, dass auch die nationalen Springreiter dem Osterspringen treu bleiben werden, wenn die Infrastruktur die Anforderungen an einen wettersicheren Platz erfüllt. Das kann mit dem Sandplatz erreicht werden.

Trotz der vielen Vorteile, die ein mobiler Sandplatz mit sich bringt, ist beim Osterspringen der Entscheid, das Risiko zu wagen, aber nicht gefallen. Immerhin bewegen sich die Anschaffungskosten für den Sandplatz zwischen 150'000 und 200'000 Franken. Einen Grossteil der Summe muss das Osterspringen aus eigener Kasse beitragen. Zwar hat der Kanton Thurgau mittlerweile einen Beitrag von 30'000 Franken gesprochen, doch bleibt ein grosser Betrag, der aufgebracht werden muss.

Die Stadt Amriswil werde im Prinzip einen Beitrag von rund 80'000 Franken leisten, stellt Stadtrat Stefan Koster in Aussicht. Allerdings werde dieser Betrag nicht einfach in die Kasse des Osterspringens fliessen. Ein grosser Teil der Unterstützung wird nämlich in Form von Leistung dargebracht. Die Stadt wird beispielsweise die Silos erstellen, in denen der Sand nach dem Osterspringen gelagert werden kann. «Wir können den Sand nicht einfach am Rand des Sportplatzes auftürmen», sagt Stefan Koster. Dann wäre er schnell verunreinigt und könnte beim nächsten Osterspringen nicht mehr eingesetzt werden.

Das Prinzip hat sich andernorts bewährt
Nicht nur die Organisatoren des Osterspringens, auch der Stadtrat ist überzeugt, dass der mobile Sandplatz viel Positives mit sich bringt. So wird etwa der Fussballplatz Ost, auf dem das Osterspringen bisher stattfand, geschont und bleibt für die anderen Vereine nutzbar. «Nach dem Osterspringen mussten wir den Platz jeweils für sechs bis acht Wochen sperren, bis er wieder bespielbar war», sagt Stefan Koster. Ein mobiler Sandplatz, der für die Zeit des Osterspringens auf dem Kiesplatz aufgebaut würde, mache den Boden nicht kaputt, was auch für die Stadt ein Vorteil sei. Generell spricht Stefan Koster bei diesem Projekt von einer Win-Win-Lösung. «Die neue Infrastruktur ist für das Osterspringen ein wichtiger Schritt in die Zukunft. Und die Schonung des Ost-Platzes ist für den Sportbetrieb auf dem Tellenfeld von grosser Bedeutung.»

Es wird zwar mit einem erheblichen Aufwand verbunden sein, den Sandplatz für das Turnier jeweils aufzubauen, doch werde das auch bei anderen Springen bereits so gemacht und habe sich bewährt», sagt Stefan Kuhn. Auf einer Fläche von 48 mal 70 Metern wird auf dem Kiesplatz ein Flies ausgebreitet, darauf kommen starke Trittmatten und auf diese wiederum eine mehrere Zentimeter dicke Sandschicht. Für den Springsport können damit ideale Verhältnisse erreicht werden. Dass das künftige Wettkampfareal etwas kleiner ist, als der bisherige Platz habe keinen negativen Einfluss, versichert Stefan Kuhn. Er ist sicher, dass das Osterspringen wieder an Attraktivität gewinnt.

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