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AMRISWIL: Orgel, Harfe und Oboe im Dialog

Barocke Musik und ein Kontrapunkt mit Franz Liszts Orgelpräludium: Voll besetzte Bänke zur Einweihung der revidierten Orgel der reformierten Kirche.
Die drei Interpreten verneigen sich beim Schlussapplaus: Julia Kreyenbühl-Gschwend, Dagmar Grigarova und Philipp Kreyenbühl. (Bild: Barbara Hettich)

Die drei Interpreten verneigen sich beim Schlussapplaus: Julia Kreyenbühl-Gschwend, Dagmar Grigarova und Philipp Kreyenbühl. (Bild: Barbara Hettich)

Musikalische Galanterien – so lautete der vielversprechende Titel des Konzerts zur Einweihung der revidierten Orgel in der evangelischen Kirche in Amriswil. Die Ausführenden: Dagmar Grigarova an der Orgel, Julia Kreyenbühl-Gschwend an der Harfe und Philipp Kreyenbühl an der Oboe. Die drei Profimusiker sind in Amriswil keine Unbekannten, Philipp Kreyenbühl ist Musikschulleiter in Amriswil, Julia Kreyenbühl-Gschwend unterrichtet ebenfalls an der Musikschule Amriswil und Dagmar Grigarova ist seit 2015 Hauptorganistin der evangelischen Kirchgemeinde Amriswil-Sommeri.

Die grosse Kirche füllte sich jedenfalls bis fast auf den letzten Platz. Mit so vielen Zuhörern hatten die Veranstalter «Amriswiler Konzerte» wohl nicht gerechnet, die Programme waren innert kürzester Zeit vergriffen.

Harfe, Orgel und Oboe: Wie passen drei so unterschiedliche Instrumente zusammen? So lautete bei diesem Konzert die spannende Frage. Die einfache Antwort: indem sich die Orgel zurück nimmt. Und dies tat Dagmar Grigarova, sodass man beim musikalischen Programmauftakt mit Georg Philipp Telemanns 98. Trisonate schon sehr genau hinhören musste, um die leisen, begleitenden Orgelklänge auszumachen. Oboe und Harfe, in Perfektion gespielt, lieferten sich ein virtuoses musikalisches Duett barocker Melodien. Auf Telemann folgten weitere Werke von Komponisten aus dem 18. Jahrhundert, bei denen sich die drei begnadeten Instrumentalisten abwechselnd die perlenden und mit vielen Schnörkeln verzierten Melodien zuspielten: Thomas Vincents Sonate für Oboe und Orgel, Antonio Solers Concierto für Harfe und Orgel und Philipp Emanuel Bachs Sonate für Oboe und Harfe.

Per Video der Organistin über die Schulter schauen

Mit einem Zeitsprung von 100 Jahren zum Komponisten Franz Liszt und mit dessen Präludium und Fuge über B-A-C-H stand dann doch noch die revidierte Orgel im Zentrum des Geschehens. Dagmar Grigarova zog dabei alle Register, führte die ganze Tonbreite der Königin der Instrumente vor und füllte das Kirchenschiff mit mächtigen Klangfarben. Per Videoübertragung auf Leinwand konnten die Zuhörer das Geschehen auf der Orgelbank mitverfolgen.

Zurück zu den leisen Tönen: Den musikalischen Bogen zum Beginn des Konzerts spannten die drei Interpreten abschliessend gemeinsam mit der 78. Trisonate von Telemann und bedankten sich mit einer Zugabe für den langanhaltenden Applaus.

Barbara Hettich

amriswil@thurgauerzeitung.ch

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