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AMRISWIL: Mehr Wohnraum im Zentrum

Die Zeit der alten «Näherinnen-Häuser an der Freiestrasse» geht zu Ende. Eine Sanierung kommt nicht in Frage. Stattdessen soll eine zukunftsgerichtete Überbauung entstehen.
Rita Kohn
Die alten «Näherinnen-Häuser» sollen einer urbanen Überbauung weichen. (Bild: Donato Caspari)

Die alten «Näherinnen-Häuser» sollen einer urbanen Überbauung weichen. (Bild: Donato Caspari)

Sie waren einst Unterkunft für die jungen Näherinnen der Kleiderfabrik Hess. Später wurden sie zu günstigem Wohnraum mit wenig Komfort. Nun sind ihre Tage gezählt: Die «Näherinnen-Häuser» an der Freiestrasse in Amriswil sollen einer grösseren Überbauung weichen. Nicht alle sind darüber glücklich. Stimmen werden laut, die einen Schutz der Häuser verlangen.
«Wir haben eine Sanierung eingehend geprüft», sagt Stefan Mayer von der Hess-Investment, Besitzerin der Häuser. Keine der Möglichkeiten vermochte jedoch zu überzeugen. «Eine Sanierung wäre unglaublich aufwendig, würde aber keine wirkliche Aufwertung der Wohnfläche bedeuten.» Selbst ein Anbau von Küchentrakten oder Dergleichen sei in die Überlegungen einbezogen worden. Unbestritten ist allerdings, dass die Häuser in die Jahre gekommen sind und Handlungsbedarf besteht.

Dank Gestaltungsplan eine grosszügige Lösung

Anstelle der «Näherinnen-Häuser» wird eine moderne Überbauung kommen, bei der neue Wege beschritten werden. Denkbar wäre etwa, einen grosszügigen Gemeinschaftsbereich mit Café zu schaffen. «Wir prüfen, ob wir eine Form von betreutem Wohnen anbieten können», sagt Stefan Mayer. Hier werde die Zusammenarbeit mit einem entsprechenden Betrieb angestrebt, der über das Know How und die Möglichkeiten verfüge. Ideal wäre gemäss Stefan Mayer eine Zusammenarbeit mit dem nahe gelegenen Alters- und Pflegeheim Amriswil. Er macht deutlich, dass die Überbauung aber keine klassische Alterssiedlung werden soll, sondern ein urbaner Lebensraum, in dem sich alle Generationen wohl fühlen. «Das heisst auch, dass wir zahlbare Wohnungen realisieren möchten.» Es soll nicht ins Luxus-Segment gehen.
Vorderhand werden nur in dem Bereich geplant, in dem die «Näherinnen-Häuser» stehen, wenn auch der Gestaltungsplan über mehrere Parzellen ausgedehnt ist. «Die Eigentümer der anderen Parzellen sind in ihrer Entscheidung frei, ob und wenn ja wann sie eine Überbauung ins Auge fassen möchten.» Einzig die durch den Gestaltungsplan festgelegten Richtlinien sind für alle Grundeigentümer verbindlich. «Es haben letztlich alle durch den Gestaltungsplan profitiert», versichert Stefan Mayer. Der lasse nämlich grosszügige Lösungen zu, die ganz im Sinne des verdichteten Bauens umgesetzt werden könnten, aber auch viel Grünfläche böten.
Wann die Hess-Investment ihr Baugesuch auflegt und mit der Umsetzung beginnt, ist noch nicht klar. Stefan Mayer rechnet damit, dass dies im Zeitraum der nächsten zwei Jahre geschehen wird. Die Mieterinnen und Mieter in den «Näherinnen-Häusern» wüssten um die beschränkte Zeit und hätten auch entsprechende Mietverträge.

Tiefgarage statt Aussenparkplatz

Wird die Überbauung realisiert, werden auch die rund 100 Aussenparkplätze nördlich des Einkaufszentrums Amriville wegfallen. Dafür muss die Bauherrin Ersatz bieten. Geplant ist, dass die unter der Überbauung entstehende Tiefgarage zu einem Teil den Besucherinnen und Besuchern des Amriville zur Verfügung stehen wird, so dass die verloren gegangenen Parkplätze wieder wettgemacht werden.
Das Konzept sieht auch die Möglichkeit vor, die Tiefgarage zu erweitern, sollten die Besitzerinnen und Besitzer der anderen Liegenschaften zu einem späteren Zeitpunkt eine Überbauung auf ihrer Parzelle realisieren. Damit fällt bei der Erweiterung der Raum weg, der jeweils für die Ein- und Ausfahrt in eine Tiefgarage berechnet werden muss: Die Garage wird über eine zentrale Einfahrt gemäss Verkehrskonzept erschlossen und kann stückweise erweitert werden. Das sei eine der Errungenschaften des Gestaltungsplans, der nicht nur oberirdisch ein Gesamtkonzept möglich macht. (rk)

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