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AMRISWIL: Mal rockig und mal impulsiv

Eine Blasmusiktruppe aus Österreich mischt mit ihrem kecken Sound die Klassikszene auf. Trotz Experimentierfreude und Innovation bleiben sie in Fühlung mit ihren biografischen Wurzeln.
Tobias Bolli
Das siebenköpfige Ensemble Federspiel begibt sich auf neue musikalische Trampelpfade. (Bild: PD)

Das siebenköpfige Ensemble Federspiel begibt sich auf neue musikalische Trampelpfade. (Bild: PD)

Tobias Bolli

tobias.bolli@thurgauerzeitung.ch

Sie sind angetreten, die Blasmusik zu verändern: Frech und frisch verbinden sie österreichische Volksmusik und weltmusikalische Elemente, zerlegen Klassik und Moderne und gewinnen daraus den Stoff für ihre eigenen Kompositionen. Das siebenköpfige Ensemble hat eine unbändige Lust am Neuen und Unverwechselbaren.

Musikalische Innovation wird grossgeschrieben, schliesslich steht die Band in einem Spannungsfeld zwischen Konzertsaal und Festivalbühne: Beides scheint nicht recht zueinander zu passen und findet sich in diesen Klängen schliesslich doch. Bei aller Experimentierfreude, versuchen sich die Musiker ein Stück weit an ihre Wurzeln zurückzubinden und so nicht vollends ins Tollkühne abzuheben.

Mit Purzelbäumen in die musikalische Ekstase

Mal rockig, mal impulsiv und mal melancholisch, immer jedoch mit dem Anspruch auf höchste Musikalität: Das Ensemble Federspiel ist ein Phänomen für sich. Der eigne Herzschlag solle Purzelbäume schlagen und nach Erlösung winseln, die Zeit ihr Mass und die Schwere ihre Kraft einbüssen – dieser Klangwirkung hat sich Federspiel verschrieben und setzt dabei auch auf Selbstironie und eine gehörige Portion Humor.

Die Formation setzt sich aus sieben Studenten der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien zusammen. Die jungen Musiker, die 2004 zu dieser Formation zusammengefunden haben, verstehen ihr Handwerk. Gefeiert von Publikum und Kritik haben sie zahlreiche renommierte Preise einheimsen können. So gewann Federspiel 2015 den Austrian World Music Award und im vergangenen Jahr den Preis der deutschen Schallplattenkritik in den Kategorien «Grenzgänge» sowie «Traditionelle ethnische Musik».

Nicht von ungefähr hatte die Band auch die Ehre, die berühmten Salzburger Festspiele eröffnen zu dürfen. Zudem war sie unter anderem in Kanada, Litauen, Belgien, England und in den USA unterwegs.

Hinweis

Das Konzert findet am 19. Januar ab 19. 15 Uhr im Kulturforum Amriswil statt.

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