Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

AMRISWIL: «Lieber spritzig mit siebzig»

Die Alterskommission lud heuer zu verschiedenen Veranstaltungen. Abschliessend griff das «Theater Knotenpunkt» mit einem interaktiven Bühnenspiel im Pentorama das Jahresthema «Aufgestellt im Alter» auf.
Yvonne Aldrovandi-Schläpfer
Lotti Zwingli als aktive Seniorin und Roland Duppenthaler als körperlich eingeschränkter, aber geistig fitter Senior spielen auf der Pentorama-Bühne verschiedene Alltagssituationen. (Bild: Yvonne Aldrovandi-Schläpfer)

Lotti Zwingli als aktive Seniorin und Roland Duppenthaler als körperlich eingeschränkter, aber geistig fitter Senior spielen auf der Pentorama-Bühne verschiedene Alltagssituationen. (Bild: Yvonne Aldrovandi-Schläpfer)

AMRISWIL. «Alle wollen alt werden, aber keiner will es sein», sagte Erwin Tanner, Stadtrat und Präsident der Alterskommission Amriswil und Umgebung, bei seiner Begrüssung. Die Lebenserwartung steigt seit Jahren kontinuierlich. Lag diese im Mittelalter noch bei 35 bis 40 Jahren, ist sie heute bei 82 Jahren– Grund genug, sich über das Alter Gedanken zu machen. Das «Theater Knotenpunkt» aus Zürich hatte mit dem interaktiven Bühnenspiel «Aufgestellt im Alter» zum Mitdenken und Mitdiskutieren animiert. Rund hundert interessierte Besucher hatten sich am Freitagabend im Pentorama eingefunden.

Die eigens geschriebenen Szenen beinhalteten vier Aspekte des Älterwerdens: «Diversität alternder Menschen», «Loslassen – wie geht das?», «Kampf mit der Technik – Nachbarschaftshilfe/Freiwilligenarbeit» sowie «Wohnformen – Perspektiven».

Gespickt mit einer Prise Humor setzte sich die Theatergruppe mit verschiedenen Fragen auseinander. Wann ist beispielsweise der Zeitpunkt gekommen, den Führerschein abzugeben oder wann soll der Hausverkauf oder Wohnungswechsel ins Auge gefasst werden? Moderatorin Fra Zeller animierte das Publikum, zwischen den gespielten Szenen nach alternativen Lösungsansätzen zu suchen und diese auf der Bühne zu erproben. Dabei entstanden inspirierende Dialoge zwischen den ausgebildeten Schauspielern und den Besuchern.

«Das Alter ist schön, wenn man gesund ist»

«Die Veranstaltung war sehr interessant. Ich finde es gut, wenn man sich schon früh mit dem Älterwerden auseinandersetzt», äusserte sich Margrit Hohl aus Amriswil. Wichtig sei zudem, Probleme mit der Familie zu besprechen. Auch das Thema Sterben und Tod soll aufgegriffen werden. «Das Alter ist schön, wenn man gesund ist», ergänzte sie. Gute soziale Kontakte seien ebenfalls von Bedeutung.

«Wir wohnen in einem Einfamilienhaus und hoffen, dass dies noch lange möglich sein wird», waren sich Gudrun und Werner Fried aus Amriswil einig. Mit der Problematik des Alterns würden sie immer wieder konfrontiert. Seit 13 Jahren arbeitet das Ehepaar für den Mahlzeitendienst. «Wir erleben die körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen der alternden Menschen hautnah.» Ferner machen sich Frieds Gedanken darüber, wann der Zeitpunkt für sie selber gekommen sei, sich im Altersheim anzumelden.

Mit einem herzhaften Lachen meinte ein älterer Besucher: «Lieber spritzig mit siebzig, als ranzig mit zwanzig.»

Die Alterskommission der Stadt Amriswil und Umgebung organisiert jedes Jahr einen speziellen Anlass im Zusammenhang mit dem Alter. Abschluss der diesjährigen Veranstaltungsreihe bildete das speziell auf das Thema zugeschnittene Bühnenspiel des «Theater Knotenpunkt». Dieses verwendet das Mittel des Forumtheaters. Durch gezielte Moderation wird das Publikum animiert, aktiv in die Bühnen-Szenen einzugreifen und selber mitzuwirken. Neue Lösungsansätze werden dadurch gesucht und ausprobiert.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.