AMRISWIL: Kindertheater und Berufsalltag

Die Museen der Stadt öffnen wie jeden ersten Sonntag im Monat ihre Türen. Im Ortsmuseum erzählt die Hagenwiler Restauratorin Doris Warger, und im Bohlenständerhaus gibt es eine Theateraufführung.

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Immer wieder liest man von den vielfältigen Arbeiten der Hagenwiler Restauratorin Doris Warger. Doch wer ist sie eigentlich? Wo war sie schon tätig?

Wie war ihre Jugendzeit im idyllischen Hagenwil mit dem mächtigen, denkmalgeschützten Wasserschloss? Wie wird man Restauratorin? Hinter all diesen Fragen verbirgt sich eine vielseitige, interessante und tiefgründige Persönlichkeit.

Will man mehr über sie wissen, meint sie: «Über den handwerklichen und künstlerischen Werdegang fand ich zur Restaurierung von Wandmalereien. Ich wollte mich nicht künstlerisch verwirklichen, sondern mich über die Auseinandersetzung mit Malereien an Bauten weiter ­fortbilden.» So gewann Warger Einblick in die Baugeschichte ­verschiedener Zeiten und deren Restaurierungsgeschichte. Dazu gehören Inhalte und Motive, die zu den Bauten und ihren Ausstattungen führten, wie sie entstanden sind und unter welchen Konzeptionen an ihnen heute weitergebaut wird.

Beruf und Mensch kennen lernen

Im Fokus von Wargers Arbeit, über die sie in der Erzählstunde berichtet, stehen auch die handwerklichen Ausführungen, deren Entwicklungen und Möglichkeiten, wie im Zuge von Restaurierungen damit umgegangen wird.

Doch auch das Persönliche wird in der Erzählstunde nicht zu kurz kommen. Wer diese interessante Hagenwilerin näher kennen lernen möchte, ist herzlich ins Ortsmuseum der Stadt Amriswil eingeladen. Das Museum ist geöffnet von 14 bis 17 Uhr. Die ­Erzählung mit Doris Warger beginnt um 14 Uhr, die Teilnahme ist wie üblich gratis.

Im Bohlenständerhaus treten Gilberte und Hansruedi Roth auf. Sie waren bis zur Pensionierung als Heilpädagogen auf anthroposophischer Grundlage tätig. Am kommenden Sonntag werden sie in Dialekt das Märchen «Jorinde und Joringel» der Gebrüder Grimm spielen. Diese Aufführung eignet sich speziell für Kinder im Kindergarten- und Primarschulalter.

Kulisse und Figuren selbst hergestellt

Während Gilberte zu ihrer Geschichte Figuren aus Filz bewegt, spielt Hansruedi dazu auf seinem Monochrom. Kulisse und Figuren sind selbst hergestellt. Weil unter anderem ein Maivögeli im Stück vorkommt, haben die beiden für ihre Vorstellung den aktuellen Monat gewählt.

Diesen Sonntag, am 7. Mai, gibt das Duo zwei Vorstellungen, um 15.30 und um 16.30 Uhr. Auch das Bohlenständerhaus ist ab 14 Uhr zur Besichtigung offen. Kundige Führer geleiten den ­Besucher gerne durch das ganze Haus. Wer auf eigene Faust auf Entdeckungsreise gehen will, kann das mit dem aufgelegten Prospekt machen. Wie immer gibt es frischen Kaffee, Getränke und selbstgemachte Backwaren.

Die Verantwortlichen des Ortsmuseums und des Bohlenständerhauses freuen sich auf zahlreiche Besucher. (red/man)

Weitere Informationen:

Für das Ortsmuseum unter

www.ortsmuseum-amriswil.ch,

für das Bohlenständerhaus bei Birghit Stahel (071 657 29 74)