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AMRISWIL: Keine Anklage, sondern Mahnung zur Versöhnung

Karfreitag wird in der evangelischen Kirche das Requiem von Tigran Mansurian aufgeführt.

Die Familie des armenischen Komponisten Tigran Mansurian war unmittelbar betroffen vom Genozid, der in den Jahren 1915 bis 1917 im Osmanischen Reich an den Armeniern verübt wurde. Mansurian widmete deshalb sein Requiem den Opfern dieses Völkermordes.

Der Konstanzer Kammerchor unter Leitung von Michael Auer wird zusammen mit den Vokalsolisten Iris-Anna Deckert (Sopran) und Hans Christoph Begemann (Bariton)und mit der Kammerphilharmonie Bodensee-Oberschwaben das 2011 entstandene Werk von Tigran Mansurian zur Aufführung bringen. Das Werk entstand auf Anregung des Münchner Kammerorchesters und des Rias-Kammerchors Berlin und wurde am 19. November 2011 in Berlin uraufgeführt.

Tigran Mansurian bricht zwar mit einigen traditionellen Lesarten des überlieferten lateinischen Textes, vermittelt aber eine innige Vertrautheit mit der Rhetorik und den Gesten des Trauerritus. Gleichzeitig greift er die melodische und rhythmische Fülle der armenischen Volksmusik auf und verknüpft sie mit europäisch gewachsenen Traditionen. Der Komponist schreibt selbst über sein Werk: «Ich hoffe, dass mit meiner Verbindung der alten geistlichen und weltlichen Musik Armeniens und dem lateinischen Text etwas Unerwartetes, ja mitunter durchaus Paradoxes entstanden ist.»

Auch wenn die schrecklichen Ereignisse des Völkermords im Requiem hörbar werden und die Klagetöne über das Leid der Betroffenen nicht ausbleiben, so ist das Werk von Tigran Mansurian über weite Strecken auch eine hoffnungsvolle Botschaft für die Zukunft. Dementsprechend ist auch das gesamte Konzertprogramm 100 Jahre nach dem Genozid am armenischen Volk nicht als Anklage zu verstehen, sondern als Mahnung zum Frieden und zur Versöhnung. (red)

Passionskonzert

Karfreitag, 14. April, 17 Uhr,

evangelische Kirche

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