AMRISWIL: Jetzt kostet die Kultur

Bisher waren die Veranstaltungen der Amriswiler Konzerte gratis. Damit das Angebot weiterhin hochstehend bleiben kann, wird ab dieser Saison teilweise Eintritt verlangt.

Rita Kohn
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Der Vereinsvorstand: Barbara Swanepoel, Kerstin Haubrich, Thomas Haubrich, Irène Manz, Dagmar Grigarová, Andreas Müller und Präsident Stefan Zöllig. (Bild: Leandro Saner)

Der Vereinsvorstand: Barbara Swanepoel, Kerstin Haubrich, Thomas Haubrich, Irène Manz, Dagmar Grigarová, Andreas Müller und Präsident Stefan Zöllig. (Bild: Leandro Saner)

AMRISWIL. Es ist ihnen nicht leicht gefallen. Der Vorstand des Vereins Amriswiler Konzerte hat den Entscheid lange hinausgezögert. Doch dann stand fest: Erstmals in der 45jährigen Geschichte der Konzertreihe wird für die Mehrzahl der angebotenen Veranstaltungen Eintritt erhoben.

«Wir haben lange nach anderen Lösungen gesucht», gesteht Präsident Stefan Zöllig. Denn bis vor kurzem noch schworen die Amriswiler Konzerte auf das System mit der Kollekte. Dann aber nahm die Zahl jener zu, die bei einem Konzert mit Chor und Orchester einen Einfränkler oder Fünfliber in die Kollekte legten. «Wir haben die letzten Jahre von unserer Substanz gezehrt.»

Damit soll nun Schluss sein. Entschieden hat sich der Vorstand für ein Wechsel-System. Ein Teil der Konzerte wird weiterhin über Kollekte finanziert, für andere müssen sich die Besucher eine Eintrittskarte kaufen. «Dabei haben wir aber darauf geachtet, dass die Konzerte erschwinglich sind», sagt Vorstandsmitglied Irène Manz.

Die Orgel spielt nicht mehr die Hauptrolle

18 Konzerte wird die neue Saison umfassen. «Wir haben viele regionale Ausführende», sagt die Programmverantwortliche, Barbara Swanepoel. Der Auftritt im Rahmen der Amriswiler Konzerte ist beliebt: «Wir haben immer wieder Anfragen.» Da sei es etwas einfacher, ein spannendes Programm zusammenzustellen. Der Blick ins Programm beweist: Die Palette der angebotenen Konzerte wird breiter. Es sind einige Konzerte mit Orgel dabei, aber auch Sinfoniekonzerte, Kammermusik oder Blasmusik. Angeboten werden auch die traditionellen Konzerte wie etwa das festliche Konzert mit der Stadtharmonie Amriswil zu Weihnachten.

Starten wird das Programm gleich mit einem Höhepunkt. Am kommenden Sonntag wird um 17 Uhr in der evangelischen Kirche die Thurgauer Jodlermesse aufgeführt. Komponiert wurde sie von Thomas Haubrich, Organist an der katholischen Kirche St. Stefan, Amriswil. Gleich beide Kirchenchöre, Mitglieder des Heimatchörlis und andere Jodlerinnen werden mitwirken.