Amriswil ist offen für Neues

Das Basement in Amriswil lud am Freitag zur ersten Amriswiler Rock-Night ein. Fünf regionale Livebands heizten im neueröffneten Club ein und gaben feinste Rockmusik zum besten. Sie sind Auftakt für eine neue Ära.

Sara Carracedo
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Shooting Angels mit Sängerin Lola sorgen für Stimmung. (Bild: Sara Carracedo)

Shooting Angels mit Sängerin Lola sorgen für Stimmung. (Bild: Sara Carracedo)

AMRISWIL. Von aussen völlig unscheinbar und innen ein weiter dunkler Raum mit tiefen Decken: Die Atmosphäre im Club stimmt und die Voraussetzungen für eine Rock-Night könnten nicht optimaler sein. Bereits die erste Band Do it like Erny bringt die rund 250 Besucher mit der Grunge Metal Rock-Musik und ihren deutschen und englischen Rocksongs in Stimmung. Weitere vier Ostschweizer Livebands zeigten sich von ihrer lautesten Seite.

Ostschweizer Musiker

Seit der Eröffnung vor zwei Monaten sind die Vereinsgründer Remo Pingiotti und Martin Künzler an der Planung der ersten Amriswiler Rock-Night. Ihnen war es wichtig, die regionalen Bands miteinzubeziehen: «Die Ostschweiz hat sehr gute Livebands. Wir wollen ihnen eine Plattform bieten und sie unterstützen.» Auch Out of Ally aus Freidorf ist eine Ostschweizer Band. Die vier Musiker fühlen sich durch den Veranstalter rundum gut versorgt und sehen den Auftritt als ein Heimspiel: «Es freut uns, dass hier die lokalen Bands unterstützt werden und so auch die Rockszene in der Ostschweiz aufgemischt wird.»

Der Event kommt aber auch bei den Besuchern gut an. Da staunt Besucher Pablo Payer aus Amriswil nicht schlecht, denn Rock ist so gar nicht seine Musik: «Eigentlich höre ich nur Hip-Hop, aber der Abend ist wirklich gelungen. Die Idee des Betreibers, diverse Musikrichtungen zu unterstützen, finde ich richtig gut – genau das fehlt in Amriswil». Pingiotti freut es: «Amriswil ist offen für Neues!»

Neue Besitzer, neues Konzept

Gleich neben dem Schrofenpark in Amriswil befindet sich das Basement. Die Räumlichkeiten sind nicht neu, nur die Betreiber haben gewechselt. Davor war das Basement bekannt als USL. Trotz Motto «Rock-Night» soll es nicht nur bei diesem Musikstil bleiben, erklärt Pingiotti: «Wir sind noch in der Experimentierphase. Wir wollen uns nicht auf eine Musikrichtung festlegen, sondern diverse Geschmäcker ansprechen.»

Geplant ist monatlich eine grosse Party unter einem bestimmten Motto. Pingiotti verrät bereits: «Am 26. Dezember wird Kay One, ein deutscher Rapper, bei uns auf der Bühne stehen.» Auch eine albanische Sängerin und Coverbands von Ramstein, Böhse Onkelz oder Rolling Stones werden im Basement auftreten dürfen.